Heilbronn: Warnung vor falschen Polizisten und Schockanrufen
Im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) sind Betrüger unterwegs, die es gezielt auf das Ersparte älterer Menschen abgesehen haben. Das Polizeipräsidium und das Landratsamt Heilbronn warnen vor professionellen Telefonbetrügern. Diese geben sich am Telefon als vertrauenswürdige Menschen aus, zum Beispiel als Familienmitglieder, Staatsanwälte oder Polizeibeamte.
Die Kriminellen nutzen dabei verschiedene Tricks. In einem Fall geben sie vor, Polizisten zu sein. Sie erzählen von Einbrüchen in der Nachbarschaft oder warnen vor Falschgeld. Dann bieten sie an, Bargeld oder Wertsachen durch einen Beamten abholen zu lassen, um sie in Sicherheit zu bringen. Die Polizei stellt jedoch klar: Sie fragt niemals nach Wertgegenständen und nimmt diese auch nicht zur Verwahrung mit.
Eine weitere Masche ist der sogenannte Schockanruf. Dabei geben sich die Täter als nahe Verwandte aus und behaupten, es gäbe einen schweren Unfall oder eine andere Notlage. Die Opfer sollen dann unter Zeitdruck hohe Summen Geld als Kaution bezahlen, um eine Haftstrafe für den Angehörigen abzuwenden. Oft werden die Betroffenen an einen anderen Ort geschickt, um das Geld zu übergeben.
Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen mit russischen Wurzeln sein. Hier beginnen die Betrüger das Gespräch direkt auf Russisch, um Vertrauen zu gewinnen. Auch hier wird eine Notlage vorgetäuscht und Geld gefordert. Die Polizei betont: Sie ruft niemals direkt in russischer Sprache an.
Die Täter arbeiten oft international, lassen aber im Display deutsche Nummern oder sogar offizielle Behördennummern anzeigen. Die Telefonnummern finden sie meist in öffentlichen Telefonbüchern.
Um sich zu schützen, rät die Polizei, Namen und Adressen aus dem Telefonbuch löschen zu lassen. Zudem sollten Familien ein geheimes Kennwort vereinbaren. Wenn ein Anruf merkwürdig erscheint, sollte man einfach auflegen und im Zweifel selbst die 110 wählen. Geld oder Wertsachen dürfen niemals an unbekannte Menschen übergeben werden.
Wer Fragen hat, kann sich an das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn unter der Nummer 07131 104-1042 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Weitere Informationen gibt es unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Eberstadt – zur Originalmeldung