Heilbronn: Warnung vor Betrug bei Telefonanrufen
Das Polizeipräsidium und das Landratsamt Heilbronn (Baden-Württemberg) warnen vor Betrügern, die gezielt ältere Menschen ins Visier nehmen. Die Täter rufen an und geben sich als vertrauenswürdige Menschen aus. Das können Familienmitglieder sein, aber auch Polizisten, Staatsanwälte oder andere Beamte. Die Betrüger gehen dabei so professionell vor, dass selbst erfahrene Menschen darauf hereinfallen.
Oft sieht im Display eine deutsche Nummer oder sogar eine offizielle Behörkennummer an, obwohl die Täter meist aus dem Ausland agieren. Die Kriminellen nutzen oft Einträge aus dem Telefonbuch, um an die Nummern zu kommen. Sie setzen die Opfer unter Druck und erfinden Geschichten, die Angst machen sollen. So werden viele Menschen dazu gebracht, Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben.
Die Polizei nennt drei konkrete Tricks. Erstens geben sich Täter als Polizisten aus. Sie warnen etwa vor Einbrüchen in der Nachbarschaft oder vor Falschgeld. Dann bieten sie an, Wertsachen zur Sicherheit abzuholen. Zweitens gibt es die sogenannten Schockanrufe. Hier tun die Täter so, als wären sie Verwandte in einer Notlage, zum Beispiel nach einem schweren Unfall. Dann wird schnell Geld als Kaution gefordert, um eine Haftstrafe zu verhindern.
Besonders vorsichtig sollten Menschen mit russischen Wurzeln sein. Hier beginnen die Betrüger das Gespräch direkt auf Russisch, um Vertrauen zu gewinnen. Auch hier wird eine Notlage eines Verwandten vorgetäuscht und Geld verlangt. Ein Bote, der oft ebenfalls Russisch spricht, soll das Geld dann abholen. Die Polizei stellt klar: Sie ruft niemals direkt auf Russisch an.
Um sich zu schützen, sollten Bürger ihre Daten aus dem Telefonbuch löschen lassen. Mit der Familie kann man ein geheimes Kennwort vereinbaren, um die Identität am Telefon zu prüfen. Wenn ein Anruf merkwürdig wirkt, sollte man einfach auflegen. Im Zweifel kann man die Polizei selbst unter der 110 erreichen. Man sollte niemals Geld an Fremde übergeben oder über seine Finanzen sprechen.
Wer Fragen hat, kann sich an das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn wenden. Erreichbar sind die Beamten unter der Telefonnummer 07131 104-1042 oder per E-Mail an [email protected]. Weitere Tipps gibt es unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Weinsberg – zur Originalmeldung