Heilbronn: Polizei beschlagnahmt Auto und Führerscheine
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren die Beamten des Polizeipräsidiums Heilbronn (Baden-Württemberg) in der Innenstadt unterwegs. Sie suchten gezielt nach Rasern und Posern. Insgesamt kontrollierten die Polizisten mit Streifenwagen und Zivilfahrzeugen 23 Autos. Zwischen 20 Uhr und 2 Uhr nachts stoppten sie mehrere Fahrer und stellten insgesamt sieben Verstöße fest.
Kurz vor 22 Uhr beobachtete eine Zivilstreife ein illegales Rennen. Ein 31-Jähriger und ein 29-Jähriger fuhren auf der Allee in Richtung Weinsberger Straße nebeneinander her. Dabei beschleunigten beide mehrfach stark und waren rund 50 km/h zu schnell. Die Polizei stoppte beide Männer. Die Beamten nahmen ihnen die Führerscheine und ihre Mobiltelefone weg. Gegen beide wurde Anzeige erstattet.
Ein weiterer Fahrer, ein 22-Jähriger in einem Audi, war ebenfalls zu schnell unterwegs. Er überschritt die erlaubte Geschwindigkeit von 40 km/h um 55 km/h. Er muss nun mit einer Anzeige, Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot rechnen.
Besonders hart traf es einen anderen 22-Jährigen mit einem Hyundai i30 N. Der Mann war der Polizei bereits seit Februar 2026 insgesamt viermal wegen unnötigen Lärms aufgefallen. Die Beamten hatten ihn bereits vom Platz verwiesen und ihm gedroht, dass sie das Auto wegnehmen, wenn es so weitergeht. Das half jedoch nicht. Als er in dieser Nacht zum fünften Mal Lärm verursachte, griff die Polizei durch und beschlagnahmte den Wagen. Das Auto wurde abgeschleppt.
Am nächsten Tag untersuchten Experten der Verkehrspolizei Weinsberg den Hyundai. Sie fanden mehrere technische Änderungen, die nicht im Fahrzeugschein standen. Der Auspuff und der Luftfilter waren manipuliert, der Katalysator fehlte und die Felgen waren nicht eingetragen. Deshalb muss das Auto nun zum TÜV.
Ob und inwieweit sich die Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.