Heidenheim testet Warnsysteme am 10. September
Am Donnerstag, den 10. September 2026, wird es in Heidenheim (Baden-Württemberg) und im gesamten Landkreis laut. Um genau 11 Uhr startet der bundesweite Warntag. Ziel ist es, dass die Menschen wissen, wie Warnungen funktionieren, damit im Ernstfall jeder schnell die richtigen Infos bekommt.
Das Ganze läuft über einen Mix aus verschiedenen Kanälen. Ab 11 Uhr schickt der Bund eine Probewarnung an die angeschlossenen Systeme. Das bedeutet: Auf den Handys ploppen Push-Nachrichten über Cell Broadcast oder Apps wie NINA und KATWARN auf. Gegen 11.45 Uhr folgt dann die Entwarnung über dieselben Wege.
Parallel dazu testen die Kommunen ihre eigenen Mittel. Im Landkreis Heidenheim werden insgesamt 25 örtliche Sirenen ausgelöst. Außerdem sind wieder mobile Warnsirenen auf Einsatzfahrzeugen im gesamten Gebiet unterwegs, um die Warnungen zu verbreiten.
Die Bürger sollten auf die Signale achten: Ein auf- und abschwellender Heulton bedeutet Gefahr. Ein einminütiger Dauerton ist das Zeichen für Entwarnung. Es gibt aber auch ein spezielles Signal für die Feuerwehr: Ein einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen wird. Hier gibt es danach keine separate Entwarnung.
Die Stadt und der Landkreis hoffen auf eine gute Wirkung. Letztes Jahr wurden 97 Prozent der Menschen bundesweit erreicht. In Heidenheim will man das System weiter verbessern, auch wenn für ein komplett flächendeckendes Sirenennetz noch Geld vom Bund und vom Land fehlt. Landrat Peter Polta und Oberbürgermeister Michael Salomo weisen darauf hin, dass neben der Technik auch die Ausrüstung der Retter wichtig ist. So wurden kürzlich zwei neue Einsatzfahrzeuge und eine Maschine für Sandsäcke angeschafft.
Die Behörden raten jedem, sich privat vorzubereiten. Neben den Apps wird empfohlen, ein batteriebetriebenes Radio zu Hause zu haben und einen Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln anzulegen.
Wer mithelfen will, kann seine Erfahrungen ab 11 Uhr unter www.warntag-umfrage.de eintragen. Bei Fragen hilft die Stelle für Katastrophenschutz im Landratsamt unter der Telefonnummer 07321 321-2347 oder per E-Mail an [email protected] weiter.