Heidenheim beschlagnahmt 42 illegale Spielautomaten
In Heidenheim an der Brenz (Baden-Württemberg) sind Beamte gegen das illegale Glücksspiel vorgegangen. Bei gezielten Kontrollen im Stadtgebiet haben die Behörden insgesamt 42 Spielautomaten beschlagnahmt. Meist standen die Geräte versteckt in Shisha-Bars oder Gaststätten.
Die Stadt erklärt, dass viele Betreiber in die Illegalität abgewandert sind, seit die Regeln für legale Automaten strenger wurden. In legalen Kneipen sind nur noch zwei Geräte erlaubt und die Gewinne sowie Verluste sind begrenzt. Bei den beschlagnahmten Geräten gilt das nicht. Sie sind oft manipuliert, sodass Spieler in kürzester Zeit extrem hohe Summen verlieren können. Oft versprechen die Automaten über ausländische Software Gewinne von bis zu 400.000 Euro, die aber niemals ausgezahlt werden.
Bevor die Geräte vernichtet werden, lesen die Experten die Daten aus. Über Seriennummern oder IP-Adressen wollen die Beamten herausfinden, wer die Automaten aufgestellt hat und woher sie kommen. Da es sich oft um gefährliche Eigenbauten ohne TÜV-Prüfung handelt, werden die Geräte nicht gelagert. Stattdessen werden die Gehäuse mit Trennschleifern zerschnitten und die Platinen zerstört.
Die Aktion war eine Zusammenarbeit verschiedener Stellen. Das städtische Ordnungsamt arbeitete dabei eng mit der Kriminalpolizei, dem Zoll, dem Landratsamt und der Justiz zusammen. Hintergrund ist, dass illegale Spielautomaten oft mit anderen Straftaten wie Drogenhandel, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung zusammenhängen.
Ob und inwieweit sich die Betreiber der Geräte strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an.