Heidenheim: Aufklärung über K.O.-Tropfen beim Straßenfest
Im Juli fand in Heidenheim an der Brenz (Baden-Württemberg) das internationale Straßenfest statt. Das städtische Jugendreferat war dort mit zwei Ständen präsent. Einer davon war die sogenannte „Safe Station“ der Mobilen Jugendarbeit (MJA). Die Sozialarbeiter wollten dort vor allem jungen Frauen einen sicheren Ort bieten, an den sie sich zurückziehen konnten.
Die Streetworkerinnen nutzten kostenlose Becherschützer, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Dabei warnten sie vor den Risiken von Alkohol und der Gefahr von K.O.-Tropfen. Um die Gefahren greifbar zu machen, gab es Teststreifen gegen K.O.-Tropfen und Flyer mit Hilfsangeboten. Auch praktische Dinge wie Damenhygieneartikel und eine Ladestation für Handys standen bereit.
Besonders beliebt war ein Alkoholmessgerät. Viele Besucher wollten wissen, ob ihr gefühltes Gefühl beim Trinken mit dem tatsächlichen Wert übereinstimmt. Insgesamt besuchten rund 350 Menschen den Stand. Davon waren 240 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren, die sich mit den Fachkräften unterhielten.
In den Gesprächen kam heraus, dass viele Frauen bereits Erfahrungen mit K.O.-Tropfen gemacht hatten. Die Aktion sorgte laut den Beteiligten für ein besseres Sicherheitsgefühl auf dem Fest. Da das Thema so wichtig ist, plant die Stadt, die „Safe Station“ auch beim nächsten internationalen Straßenfest im Jahr 2027 wieder anzubieten.
Neben der Aufklärungsarbeit sorgte zudem ein Spielmobil mit Fachkräften aus der Schulsozialarbeit für Unterhaltung auf dem Festgelände.