Heidekreis: Über 100 Blitzer-Fälle und gefälschter Führerschein
Vom 3. bis zum 9. August 2026 gab es im Heidekreis (Niedersachsen) eine große Jagd auf Geschwindigkeitsraser. Die Polizei nahm an der europaweiten Aktion „ROADPOL Speed“ teil. Das Ziel war klar: Die Beamten wollten zeigen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist, und so schwere Unfälle verhindern.
Die Bilanz der Woche ist hoch. Insgesamt haben die Polizisten mehr als 100 Verstöße gegen das Tempolimit festgestellt. Besonders heiß lief es am Mittwoch an der Kreisstraße 9 in Oeningen zu. Dort bauten die Beamten eine Kontrolle auf und registrierten innerhalb von nur drei Stunden knapp 30 Raser. Einer der Fahrer war besonders schnell unterwegs: Er raste mit 85 km/h durch den Ort, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind. Das gilt bereits nach Abzug der Messtoleranz.
Neben den Geschwindigkeitskontrollen gab es noch einen weiteren Vorfall. Die Beamten hielten einen 56-jährigen Autofahrer an. Als es an den Führerschein ging, gab es ein Problem. Der Mann hatte kein echtes Dokument dabei. Stattdessen zeigte er den Polizisten lediglich ein Foto eines Führerscheins auf seinem Handy. Die Beamten vermuten, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt.
Jetzt muss der 56-Jährige mit rechtlichen Folgen rechnen. Die Polizei hat ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Es geht dabei vor allem um den Verdacht der Urkundenfälschung.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.