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Heidekreis: Polizei kontrolliert Kindersitze vor Kindergärten

Die Polizei im Heidekreis geht gegen falsch gesicherte Kinder im Auto vor. Auslöser waren Meldungen, dass manche Kleinen sogar stehend transportiert wurden.

Einsteigen, anschnallen, losfahren. Für die meisten Eltern ist das Routine. Doch im Heidekreis (Niedersachsen) gibt es offenbar Probleme bei der Sicherheit der kleinsten Passagiere. Die Polizei hat Hinweise aus Kindergärten und von Kontaktbeamten bekommen: Manche Kinder werden im Auto gar nicht oder nur schlecht gesichert. In einigen Fällen standen die Kinder während der Fahrt sogar im Fahrzeug.

Deshalb führen die Beamten seit April gezielte Kontrollen direkt an den Kindergärten im Kreis durch. Dabei geht es den Polizisten erst einmal nicht um Strafzettel, sondern um Aufklärung. Die Beamten führen Gespräche mit den Eltern und erklären ihnen, warum eine falsche Sicherung lebensgefährlich ist.

Die Verkehrssicherheitsberaterin Mira Pöllmann betont, dass gerade auf kurzen Strecken oft geschlampt wird. Doch ein passender Kindersitz und ein richtig gezogener Gurt entscheiden im Ernstfall über Leben und Tod. Die Polizei will die Kontrollen deshalb fortsetzen, um die Eltern besser zu sensibilisieren.

Das Problem ist oft die falsche Ausrüstung. Kinder brauchen bis zum 12. Lebensjahr oder einer Größe von 1,50 Metern eine passende Rückhalteeinrichtung. Ein normaler Gurt reicht oft nicht aus. Wenn der Schultergurt am Hals liegt, kann er bei einem Unfall schwere Schnittverletzungen verursachen. Rutscht der Beckengurt in den Bauch, drohen innere Verletzungen. Zudem können ungesicherte Kinder bei einem Aufprall durch das Auto geschleudert werden und so auch andere Insassen verletzen.

Die Polizei rät daher: Achten Sie auf das Gewicht und die Größe des Kindes. Kinder ab 15 Kilo brauchen oft Sitzerhöhungen mit Rückenlehne, einfache Erhöhungen erst ab 22 Kilo und 1,25 Meter Körpergröße. Laut Deutscher Verkehrswacht bleiben 83 Prozent der gesicherten Kinder bei einem Unfall unverletzt. Wer auf den Sitz verzichtet, geht ein hohes Risiko ein.

Die Polizeiinspektion Heidekreis appelliert an alle, die Kinder befördern: Nutzen Sie die Sitze konsequent. Kein Weg ist so kurz, dass man die Sicherheit vernachlässigen darf.

Quelle: Polizeiinspektion Heidekreis – zur Originalmeldung

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