Hattingen: Geländewagen rollt in die Ruhr
Am Sonntagnachmittag passierte ein Unglück an der Ruhr in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen). In der Nähe der Hundewiese war ein Geländewagen von der Wiese direkt am Ufer eine Böschung hinuntergerollt. Das Auto kam im Flussbett zum Stehen, wobei nur noch das Dach knapp aus dem Wasser ragte.
Wassersportler bemerkten den Vorfall und versuchten sofort zu helfen. Sie konnten einen Hund aus dem Wagen retten, doch das Tier war bereits tot. Da man vermutete, dass noch ein zweiter Hund im Auto ist, rückten die Feuerwehr und zwei Gruppen der DLRG aus. Die Retter suchten das Fahrzeug mit Booten und Strömungsrettern ab. Schließlich fanden sie auch den zweiten Hund im Inneren, doch auch dieser war bereits verstorben.
Bevor das Auto aus dem Wasser gezogen werden konnte, gab es ein Problem mit dem Umweltschutz. In dem Wagen befand sich ein Kanister, aus dem etwas Kraftstoff auslief. Damit sich der Treibstoff nicht auf der Wasseroberfläche ausbreitet, setzten die DLRG und die Feuerwehr einen speziellen Schlauch mit Bindemittel ein. So konnten sie die Verunreinigung einsammeln und entsorgen.
Ein Bergungsunternehmen wurde gerufen, um den Wagen aus dem Fluss zu holen. Die Leute von der DLRG befestigten die nötigen Ketten am Fahrzeug, bis der Geländewagen schließlich erfolgreich aus der Ruhr gezogen wurde. Menschen kamen bei dem Ganzen nicht zu Schaden.
Nach rund drei Stunden war der Einsatz beendet. Die Polizei untersucht nun, warum der Wagen überhaupt die Böschung hinuntergerollt ist. Die Ermittlungen dauern an.