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Harsum: Gemeinde betont Bedeutung der Gleichstellungsarbeit

Auf dem Bild sind mehrere Frauen verschiedener Hautfarben zu sehen, die zusammen in eine Richtung schauen Copyright und Urheber siehe Harsum

Die Gemeinde Harsum macht auf die anhaltenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam und bietet Unterstützung an.

In der Gemeinde Harsum (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen) wird derzeit die Bedeutung der Gleichstellungsarbeit hervorgehoben. Zwar haben Frauen über die Jahrzehnte viele Rechte erkämpft, doch laut der Gemeinde ist die echte Chancengleichheit noch lange nicht erreicht. In einigen Bereichen stehen die Fortschritte sogar unter Druck.

Ein großes Problem ist das Geld. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt 16 Prozent weniger als Männer. Wenn man dazu rechnet, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten oder Pausen machen, um Kinder oder Angehörige zu pflegen, klafft die Lücke auf dem Arbeitsmarkt sogar bei 37 Prozent. Das führt später oft zu einer geringeren Rente und damit zu einem höheren Risiko für Altersarmut.

Auch zu Hause ist die Last ungleich verteilt. Die Betreuung von Kindern, die Pflege von Verwandten und die Organisation des Haushalts erledigen immer noch überwiegend die Frauen. Diese unbezahlte Arbeit wird oft nicht gesehen, erschwert aber den beruflichen Aufstieg und die eigene finanzielle Absicherung.

Besonders schwer wiegt die Gewalt gegen Frauen. Fast täglich gibt es in Deutschland Fälle von Femiziden, also Tötungen aufgrund des Geschlechts. Zudem sind jedes Jahr hunderttausende Frauen von häuslicher, sexualisierter oder digitaler Gewalt betroffen.

Auch in der Politik fehlen Frauen in Führungspositionen. In Harsum zeigt sich das deutlich im Gemeinderat: Dort sind nur 24 Prozent der Sitze mit Frauen besetzt. Viele Frauen, die sich politisch engagieren wollen, berichten zudem von Hass und Anfeindungen im Internet.

Die Gemeinde betont, dass es bei der Gleichstellung nicht darum geht, Männer und Frauen gleich zu machen. Es geht vielmehr darum, dass beide die gleichen Rechte und Chancen haben. Wer Fragen zum Thema hat, Unterstützung sucht oder eine persönliche Beratung wünscht, kann sich an die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Harsum, Simone Krause, wenden. Sie ist unter der Telefonnummer 05127/405-119 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.

Quelle: Harsum – zur Originalmeldung

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