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Hannover: Teddi und Woolworth klagen gegen Niedersachsen

Ein großer Konzern will Millionen vom Land Niedersachsen zurück. Grund sind die Schließungen während der Corona-Pandemie.

Am Donnerstag, den 20. August 2026, geht es am Verwaltungsgericht Hannover (Niedersachsen) um eine Menge Geld. In Saal 4 des Fachgerichtszentrums verhandelt die 15. Kammer über eine Klage einer Konzernobergesellschaft. Zu diesem Konzern gehören die bekannten Läden Teddi und Woolworth.

Die Firma fordert vom Land Niedersachsen eine Entschädigung von insgesamt 27,506 Millionen Euro plus Zinsen. Die Klägerin sagt, dass sie durch die Corona-Regeln massiv Geld verloren habe. Konkret geht es um zwei Zeiträume: Zuerst mussten die Filialen vom 24. März bis zum 19. April 2020 komplett dichtmachen. Später, im zweiten Lockdown, waren die Läden vom 16. Dezember 2020 bis zum 22. April 2021 weitgehend geschlossen.

Der Konzern hält diese Schließungen für rechtswidrig. Die Verantwortlichen meinen, die Maßnahmen seien zu streng gewesen. Vor allem stört es die Firma, dass andere Einzelhändler Ausnahmen bekommen haben. Diese privilegierten Läden durften nämlich weiter Waren verkaufen, die auch bei Teddi oder Woolworth im Regal standen. Das sei unfair gewesen und habe den Wettbewerb verzerrt.

Das Land Niedersachsen sieht das anders. Die Regierung hält die damaligen Regeln für rechtmäßig. Die Schließungen waren nötig, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. So sollte verhindert werden, dass die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem zusammenbrechen.

Die mündliche Verhandlung beginnt um 11:00 Uhr. Ob das Gericht der Firma recht gibt oder die Forderungen ablehnt, wird erst nach der Prüfung der Argumente feststehen. Die Ermittlungen im Rahmen des Verfahrens dauern an.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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