Hannover: Polizei nimmt Drogen und Waffen in Innenstadt sicher
Die Polizei in Hannover (Niedersachsen) hat an zwei verschiedenen Terminen die Präsenz in der Innenstadt massiv erhöht. Am Donnerstag, dem 27. August, sowie am Wochenende vom 29. bis 30. August waren zahlreiche Beamte im Einsatz. Sie suchten gezielt nach Waffen in der Verbotszone, wollten Drogenhändler aufspüren und die sogenannte Poser-Szene in Schach halten.
Schon am Donnerstag lief es hektisch zu. Gemeinsam mit der Bundespolizei und anderen Kräften kontrollierten die Beamten über 180 Menschen. Sie durchsuchten mehr als 200 Leute oder deren Taschen. Dabei fanden sie acht Messer, die in der Waffenverbotszone verboten sind. Drei Männer wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei leitete daraufhin Verfahren wegen Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ein.
Am Samstag ging die Jagd weiter. Diesmal waren auch Zivilbeamte unterwegs, die aus dem Verborgenen beobachteten. So sahen sie einen 36-jährigen Mann beim Handel mit Kokain. Die Polizei griff ein und nahm das Geld sicher, das wohl aus den Drogengeschäften stammte. In einem anderen Fall kontrollierten die Beamten einen 20-Jährigen. Bei ihm fanden sie sieben kleine Packungen Marihuana, Bargeld und Material zum Verpacken der Drogen. Der junge Mann wurde festgenommen und in die Zelle gebracht.
Auch bei der Kontrolle der Waffenverbotszone gab es Treffer. Ein 21-Jähriger hatte zum Beispiel ein Messer mit fester Klinge griffbereit in seiner Jacke. Insgesamt stellte die Polizei am Samstag Kokain, Crack und Marihuana sowie eine Anscheinswaffe und einen E-Scooter sicher.
Neben den Drogen und Waffen standen auch lautstarke Autos im Visier. Die Beamten ahndeten zwei Fälle von unnötigem Lärm beim Beschleunigen und zwei Geschwindigkeitsverstöße. Ein Auto durfte gar nicht mehr weiterfahren, weil es nicht versichert war. Während dieser Kontrollen kam es zu einem Übergriff: Ein Polizist wurde getreten und leicht verletzt. Er konnte seinen Dienst aber trotzdem fortsetzen.
Insgesamt erhielten 17 Menschen am Samstag einen Platzverweis, sie mussten den Bereich verlassen. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.