Hannover: Mann zeigt Hitlergruß im Regionalexpress
Es war Montagabend, der 27. Juli 2026, als es in einem Regionalexpress in Hannover (Niedersachsen) zu einem Vorfall kam. Ein 37-jähriger Deutscher zeigte im Innenraum des Zuges den Hitlergruß. Andere Fahrgäste bemerkten das und reagierten sofort. Noch bevor der Zug in Richtung Braunschweig abfahren konnte, sagten sie den Mitarbeitern der DB-Sicherheit Bescheid. Diese holten dann die Bundespolizei hinzu.
Der Mann war sichtlich betrunken. Wegen seines Verhaltens und des Alkohols durfte er nicht mitfahren und wurde aus dem Zug gewiesen. Die Beamten der Bundespolizei erklärten ihm dann, dass er sich mit dem Gruß strafbar gemacht habe. Bei der Kontrolle seiner Daten machten die Polizisten jedoch eine weitere Entdeckung: Es gab bereits einen Haftbefehl gegen den Mann.
Aus einem früheren Verfahren aus dem Jahr 2025 war eine Geldstrafe von 1.800 Euro wegen Diebstahls mit Waffen offen geblieben. Da der Mann das Geld nicht bezahlen konnte, nahmen ihn die Beamten fest. Sie brachten ihn zur Wache am Ernst-August-Platz. Etwa zwei Stunden nach dem Vorfall im Zug wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, um dort eine 60-tägige Ersatzfreiheitsstrafe abzusitzen.
Neben der Haftstrafe gibt es nun aber noch weitere Probleme für den Mann. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er die Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation verwendet hat. Ob und inwieweit er sich damit strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hannover – zur Originalmeldung