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Hannover ehrt polnische und deutsche Kulturförderer

Zum 50. Jubiläum wird der Kulturpreis Schlesien im Oktober in Hannover verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die die Freundschaft zwischen Deutschland und Polen stärken.

Am 10. Oktober 2026 findet im Schauspielhaus Hannover eine besondere Feier statt. Zum 50. Mal wird der Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen verliehen. Die Jury steht unter der Leitung von Innenministerin Daniela Behrens. Der Preis ist ein Zeichen für die engen Bande zwischen Niedersachsen und Niederschlesien. Das Ganze hat einen historischen Hintergrund: Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen über 700.000 Vertriebene aus Schlesien nach Niedersachsen.

In diesem Jahr gibt es zwei Hauptpreise. Einer geht an Waldemar Krzystek. Er ist Regisseur und Drehbuchautor aus Polen. In seinen Filmen geht es oft um seine Heimatstadt Legnica und die Geschichte der Region nach dem Krieg. Er will damit zeigen, wie wichtig Frieden und gegenseitiges Verständnis sind. Den zweiten Hauptpreis erhält Margrit Kempgen. Sie hat sich darum gekümmert, dass viele Kirchen in Niederschlesien und Sachsen saniert wurden. Außerdem organisiert sie Fahrten in die Region, um Menschen die schlesische Kultur näherzubringen.

Einen Sonderpreis bekommt die Stiftung für zeitgenössische Kunst „In Situ“ aus Sokołowsko (Görbersdorf). Die Stiftung belebt alte Orte durch Ausstellungen und Festivals wieder und vernetzt Künstler aus verschiedenen Ländern. Eine ganz besondere Ehre geht an Prof. Dr. Dr. Klaus Garber aus Osnabrück. Er erhält eine Sonderauszeichnung für sein Lebenswerk. Der Wissenschaftler forscht seit Jahrzehnten über die Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit in Schlesien und arbeitet eng mit polnischen Kollegen zusammen.

Ministerin Behrens betont, dass der Preis gerade heute wichtig ist. Während in der Ukraine Krieg herrscht, wolle man in Hannover ein Zeichen für Kooperation und Frieden setzen. Auch Jarosław Rabczenko, der Vizemarschall der Woiwodschaft Niederschlesien, freut sich auf das Jubiläum. Die Verleihung wechselt jedes Jahr zwischen Niedersachsen und Niederschlesien. Im Vorjahr 2025 fand die Feier noch in Wałbrzych (Waldenburg) statt.

Die genauen Details zum Ablauf der Feier im Oktober liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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