Hann. Münden: Experten diskutieren über KI bei Polizei
An der Polizeiakademie Niedersachsen in Hann. Münden (Landkreis Göttingen, Südniedersachsen) fand am 12. und 13. August 2026 die 11. Fachtagung Polizei-Informatik statt. Rund 90 Fachleute kamen dort zusammen. Unter den Gästen waren Leute aus der Polizei, der Wissenschaft, von Hochschulen und aus Einrichtungen, die sich um Cybersicherheit kümmern. Das Ziel war ein bundesweiter Austausch über die digitale Zukunft der Polizeiarbeit.
In knapp 40 Fachvorträgen ging es vor allem darum, wie Künstliche Intelligenz die Arbeit der Polizei verändert. Die Experten sprachen über die digitale Forensik und darüber, wie man Cybercrime bekämpft. Ein wichtiges Thema war auch die Erkennung von Deepfakes, also gefälschten Bildern oder Videos. Zusätzlich stellten Studierende ihre Bachelor- und Masterarbeiten vor, um neue Forschungsansätze für die Praxis zu zeigen.
Heike Matthias-Ripke, die Abteilung 1 an der Polizeiakademie leitet, betonte zu Beginn der Tagung, dass die Digitalisierung die Polizeiarbeit sehr schnell verändert. Damit man gute Lösungen für diese Probleme findet, sei der Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen entscheidend.
Die Tagung dient über die Jahre hinweg als Plattform, um Wissen zwischen der Polizei und der Forschung zu teilen. Ein besonderer Punkt war die Verleihung des Polizei-Informatik-Preises. Damit wurde der beste Vortrag zu einer studentischen Abschlussarbeit ausgezeichnet, um besondere wissenschaftliche Leistungen zu würdigen.