Hamm: Drei Männer versuchten Frau im ICE zu bestehlen
Am Freitagmorgen passierte es in einem ICE auf der Strecke von Köln nach Berlin. Drei Männer waren während der Fahrt ohne gültiges Ticket unterwegs. Das Zugpersonal bemerkte das und rief im Hauptbahnhof Hamm (Nordrhein-Westfalen) die Bundespolizei zur Hilfe.
Bei der Befragung kam schnell heraus, was die Männer eigentlich im Zug wollten. Sie hatten gemeinsam versucht, eine Frau zu bestehlen. Zwei der Männer setzten sich direkt hinter sie. Sie versuchten, durch die Lücke zwischen den Rückenlehnen in ihre Tasche zu greifen und Wertsachen zu stehlen. Ein dritter Mann stand schräg hinter der Frau und passte auf, ob jemand die Tat bemerkt.
Die Frau blieb jedoch wachsam. Sie merkte, dass an ihrer Tasche herumgepfuscht wurde, und sprach die Männer laut an. Dadurch scheiterte der Diebstahlversuch.
Die Beamten konnten die Identität der drei Männer erst auf der Wache klären. Es handelte sich um einen 24-jährigen Libyer, einen Marokkaner und einen 21-jährigen Algerier. Keiner von ihnen hatte einen gültigen Aufenthaltstitel. Gegen den Algerier lag zudem ein Haftbefehl vom Amtsgericht Tiergarten in Berlin vor, weil er gewerbsmäßig gestohlen haben soll. Er wurde sofort festgenommen. Auch der Libyer kam in den Polizeigewahrsam, während der Marokkaner mit einer Meldeauflage wieder gehen durfte.
Die Polizei fand bei weiteren Nachforschungen heraus, dass die drei Männer vermutlich schon öfter zusammen gearbeitet haben. Sie stehen im Verdacht, auch in Dortmund, Essen und Köln ähnliche Diebstähle begangen zu haben.
Jetzt laufen die Strafverfahren wegen Bandendiebstahls, unerlaubten Aufenthalts und Leistungserschleichung. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung