Hamburg: Drogen und Geld bei Smart-Kontrolle gefunden
In der Walddörfer Straße (Hamburg) stoppten Polizisten eine 27-jährige Frau in einem Smart. Bei der Überprüfung kam schnell heraus, dass die Frau gar keinen gültigen Führerschein besaß. Die Beamten untersagten ihr sofort die Weiterfahrt. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde das Auto beschlagnahmt. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Doch das war nicht alles. Die Polizei schaute sich auch den Beifahrer an, einen 44-jährigen Mann. Dabei fanden die Beamten Kokain und etwa 3.000 Euro in bar. Das war der Aufhänger für weitere Ermittlungen. Die Polizisten durchsuchten daraufhin die gemeinsame Wohnung der beiden. Dort entdeckten sie weiteres Kokain, Marihuana, noch mehr Bargeld und Material zum Verpacken von Drogen. Alles wurde sichergestellt.
Der Mann musste sich noch für das Erkennungsdienstliche Verfahren untersuchen lassen, bevor er entlassen wurde. Wegen des Verdachts auf Drogenhandel wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.
Dieser Vorfall war Teil einer großen dreitägigen Aktion in Hamburg. Insgesamt 289 Einsatzkräfte aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein jagten Verstöße, vor allem bei E-Scootern. Sie kontrollierten 974 Fahrzeuge und 837 Menschen. Die Bilanz ist hoch: 31 Straftaten, darunter 23 Fälle von Fahren ohne Führerschein, und 179 Parkverstöße.
Besonders auffällig waren zwei Minderjährige auf einem E-Scooter. Das Teil war illegal, fuhr bis zu 51 km/h und die Bremsen funktionierten kaum. Obwohl die Polizei die Kinder ihren Eltern übergab und die Fahrt untersagte, wurde einer der Jungen kurz darauf erneut mit dem Scooter erwischt. Das gab ein zweites Strafverfahren.
Auch ein 40-Jähriger landete in den Akten. Er fuhr mit seinem E-Scooter durch die Fußgängerzone Seevepassage. Als die Polizei ihn kontrollierte, zeigte er einen bulgarischen Ausweis, der gefälscht schien. Die Beamten konnten seine Identität als türkischer Staatsbürger klären, leiteten aber ein Verfahren wegen Urkundenfälschung ein.
Auf der Autobahn A25 fiel zudem ein Paketdienstfahrer auf. Er fuhr auffällig, und ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,22 Promille. Der 65-jährige Deutsche musste eine Blutprobe abgeben und durfte nicht mehr weiterfahren.
Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.