Hamburg: Betrunkener Mann greift Sicherheitsleute am Hauptbahnhof an
Am Mittag des 25. August passierte es am Hamburger Hauptbahnhof (Hamburg). Gegen 12:30 Uhr wurde ein 28-jähriger Mann auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 3 und 4 extrem aggressiv. Er griff zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit an, die 51 und 58 Jahre alt sind. Der Mann versuchte, die beiden Sicherheitsleute mit Faustschlägen zu treffen.
Um die Situation zu stoppen, setzten die Sicherheitsleute ein Pfefferspray ein. Danach brachten sie den Angreifer zu Boden und fesselten ihn. So hielten sie ihn fest, bis die Bundespolizei eintraf. Die beiden Mitarbeiter kamen ohne Verletzungen davon.
Als die Polizisten übernahmen, merkten sie schnell, dass der Mann kaum noch auf den Beinen stand. Er war so betrunken, dass er nicht mehr alleine gehen konnte. Da er sich aber immer noch aggressiv verhielt, nahmen die Beamten ihn fest und brachten ihn in das Revier am Hauptbahnhof.
In der Wache schauten sich Rettungssanitäter den Mann an, um zu prüfen, ob das Pfefferspray gesundheitliche Probleme verursacht hatte. Ein Atemalkoholtest ergab dann einen extrem hohen Wert: Der angolanische Staatsangehörige hatte 3,74 Promille im Blut. Erst nachdem er ausgeschlafen hatte und sich beruhigt hatte, konnte er gegen 15:45 Uhr wieder gehen. Die Beamten führten zudem ein Gespräch mit ihm, um ihn vor weiteren Fehlern zu warnen.
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall für eine Warnung. Sie betont, dass stark betrunkene Menschen an Bahnanlagen oft leichtsinnig handeln. Das führe immer wieder zu schweren Unfällen, etwa durch Stürze auf die Gleise. Damit gefährden sich die Leute nicht nur selbst, sondern auch andere Reisende und die Helfer.
Jetzt wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Hamburg dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg – zur Originalmeldung