Hambrücken kämpft gegen die Vermehrung von Saatkrähen
In Hambrücken (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) möchte die Gemeinde verhindern, dass sich Saatkrähen weiter vermehren. Dafür gibt es nun konkrete Tipps für die Bürger, wie sie im Alltag helfen können.
Das wichtigste Ziel ist es, dass die Vögel keine leichten Nahrungsquellen finden. Die Bewohner sollen deshalb keine Saatkrähen oder anderen Wildvögeln Futter geben. Auch Müll und Essensreste dürfen nicht offen herumliegen, sondern gehören in fest verschlossene Tonnen. Die Müllbehälter sollen erst kurz vor der Abholung rausgestellt und sorgfältig zugehalten werden. Das gilt ebenso für Tierfutter oder Kompost.
Zudem bittet die Gemeinde darum, sowohl private Grundstücke als auch die öffentlichen Grünanlagen sauber zu halten.
Wer selbst aktiv werden will, muss vorsichtig sein. Saatkrähen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist verboten, die Nester, die Eier oder die Jungvögel zu beschädigen oder wegzunehmen. Auch Maßnahmen, um die Vögel zu vertreiben, sind nur unter strengen gesetzlichen Auflagen erlaubt.
Die Gemeindeverwaltung arbeitet derzeit mit der Naturschutzbehörde zusammen. Sie versucht, die nötigen Genehmigungen für rechtlich erlaubte Maßnahmen zur Vergrämung zu bekommen, um die Belastung für die Menschen im Ort zu senken.
Wer eine Befreiung nach dem Bundesnaturschutzgesetz beantragen möchte, kann hierfür ein entsprechendes Antragsschreiben nutzen.
Quelle: Hambrücken – zur Originalmeldung