Hallstadt beschließt Haushalt 2026 und neue Investitionen
In Hallstadt (Landkreis Bamberg, Bayern) steht das Geld für die Zukunft. Der Stadtrat hat am Mittwoch den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Die Stadt ist finanziell gut aufgestellt: Der Verwaltungshaushalt liegt bei rund 26,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt bei etwa 10,4 Millionen Euro. Zusätzlich gibt es Rücklagen und Wertpapiere im Wert von rund 26,8 Millionen Euro.
Das Geld soll vor allem in große Bauprojekte fließen. Geplant ist der Neubau einer Dreifachturnhalle am Dr.-Robert-Pfleger-Campus. Außerdem werden die Gebäude in der Fischergasse 4 und 6 weiter saniert, damit dort später das Paul Maar-Museum einziehen kann. Bei diesen beiden Projekten übernimmt der Staat etwa 80 Prozent der Kosten.
Auch kleinere Baumaßnahmen sind im Budget enthalten. So fließen 200.000 Euro in die Brücke am Sportplatz und 50.000 Euro in die Planung einer Abwasserleitung an der Mainbrücke. 30.000 Euro sind für den Bebauungsplan der Feuerwehr Dörfleins vorgesehen. Für eine Obdachlosenunterkunft und ein Löschbecken am Kreuzberg sind jeweils 20.000 Euro eingeplant.
Ein wichtiger Punkt ist der Klimaschutz. Die Stadt will einen Hitzeaktionsplan erstellen und den Marktplatz besser absichern. Dafür sollen mobile Bäume und Sonnensegel angeschafft werden. Auf dem Dach der Hallstadter Schule soll zudem eine Photovoltaikanlage installiert oder erneuert werden. Förderprogramme für Lastenräder, Batteriespeicher und die Belebung der Altstadt werden bis Ende 2026 verlängert; dafür gibt es 100.000 Euro extra. Auch Vereine werden weiterhin mit 20 Prozent der Anschaffungskosten unterstützt.
Für die Bürger gibt es konkrete Änderungen bei den Kosten. Die Preise in der Schulmensa steigen zum 1. September 2026 leicht an, damit die Verpflegung bezahlbar bleibt. Ab dem 1. Januar 2027 kostet ein Kubikmeter Wasser 2,70 Euro. Die Abwassergebühr bleibt bei 1,65 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr bei 0,20 Euro pro Quadratmeter. Die Grundsteuer A und B wird zum 1. Januar 2027 auf 220 Prozent angehoben. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt mit 310 Prozent gleich.
Neben dem Geld gibt es Neuigkeiten für die Freizeit und das soziale Leben. Im Gewerbegebiet Laubanger-Nord darf eine Lagerhalle in eine Indoor-Minigolfanlage mit Café umgewandelt werden. Für die Senioren gibt es eine neue Ansprechpartnerin: Patricia Reinhardt wurde zur Beauftragten für die Generation 65+ für die Zeit von 2026 bis 2032 gewählt.
Zuletzt hat der Stadtrat entschieden, dass die Zusammenarbeit mit Bamberg, Bischberg und Hirschaid in der Arbeitsgemeinschaft B²H² bis Ende 2030 weiterläuft. Dabei geht es vor allem darum, wie große Geschäfte angesiedelt werden und wie die Innenstädte gestärkt werden können. Hallstadt plant dafür von 2027 bis 2030 jährlich rund 1.400 Euro ein.
Quelle: Hallstadt – zur Originalmeldung