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Halle: Verdächtiger Rucksack sorgt für Chaos am Bahnhof

Ein vergessenes Gepäckstück am Hauptbahnhof Halle führte zu einem großen Polizeieinsatz und einer massiven Verspätung im Zugverkehr.

In der Nacht zum Sonntag passierte es am Hauptbahnhof in Halle (Sachsen-Anhalt). Gegen 01:15 Uhr meldete die Zentrale der Deutschen Bahn einen herrenlosen Rucksack. Die Tasche stand in einem Schnellimbiss direkt auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die Beamten der Bundespolizei aus Magdeburg rückten sofort aus. Vor Ort fragten sie die Mitarbeiter des Imbisses, ob sie wüssten, wem der Rucksack gehört. Niemand konnte den Besitzer nennen. Da die Beamten nicht sehen konnten, was sich in der Tasche befand, mussten sie vorsichtig handeln. Sie sperrten den Bereich großräumig ab und räumten die betroffenen Stellen.

Das Chaos breitete sich schnell aus. Nicht nur der Vorplatz war betroffen, sondern auch die Bahnsteige sechs und sieben. Die Notfallleitstelle der Bahn sperrte daraufhin die dazugehörigen Gleise. Die Polizei forderte Spezialkräfte an, um die Gefahr zu prüfen.

Erst gegen 03:00 Uhr trafen die Entschärfer am Bahnhof ein. Sie untersuchten den Rucksack genau und konnten schließlich Entwarnung geben. Als sie die Tasche öffneten, fanden sie darin nur ganz normale Dinge des täglichen Bedarfs. Wer der Besitzer ist, ließ sich auch im Inneren nicht feststellen.

Der Rucksack wurde schließlich an die DB-Sicherheit übergeben und landete im Fundbüro. Der Einsatz hatte Folgen für die Reisenden: Ein Zug verspätete sich insgesamt um 141 Minuten.

Die Bundespolizei nutzt den Vorfall für eine Warnung. Sie bittet alle Fahrgäste, ihr Gepäck immer im Blick zu behalten. Wer seine Sachen vergisst, riskiert nicht nur einen Diebstahl, sondern muss unter Umständen auch für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung

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