Halle und Saalekreis fusionieren ihre Notruf-Leitstellen
Oberbürgermeister Alexander Vogt und Landrat Hartmut Handschak haben am Mittwoch, den 19. August 2026, im Ratshof in Halle (Sachsen-Anhalt) eine Vereinbarung unterschrieben. Die Stadt und der Landkreis legen ihre Leitstellen zusammen. Bisher gab es zwei getrennte Stellen: Eine in Halle für die Stadt und den nördlichen Teil des Landkreises, die andere in Merseburg für den Süden des Saalekreises.
Ab dem 1. Januar 2029 gibt es dann nur noch die „Integrierte Leitstelle Halle/Saalekreis“. Die Stadt Halle übernimmt dabei komplett die Aufgaben für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Das bedeutet: Alle Notrufe werden dort entgegengenommen, die Einsatzkräfte werden alarmiert und die Zusammenarbeit mit der Polizei und den Notärzten wird von dort aus gesteuert. Der Landkreis Saalekreis kümmert sich weiterhin darum, dass die digitale Alarminfrastruktur in seinem Gebiet funktioniert.
Für das Projekt wird ein neues Gebäude gebaut. Es entsteht in Halle-Neustadt an der Adresse „An der Feuerwache 5“, direkt neben der jetzigen Hauptwache. Die Baustelle soll bereits im September 2026 eingerichtet werden. Die Kosten für den Neubau liegen bei etwa 37 Millionen Euro. In der neuen Zentrale werden rund 60 Disponenten an 13 Plätzen arbeiten. Neben den normalen Notrufen (112) übernimmt die Stelle auch landesweite Aufgaben, wie den Telenotarzt und die Koordination von Luftrettungen.
Die jährlichen Kosten für Personal, Miete und Material werden auf etwa 1,3 Millionen Euro geschätzt. Mehr als die Hälfte davon übernehmen die Kostenträger des Rettungsdienstes. Den Rest teilen sich die Stadt Halle (55 Prozent) und der Saalekreis (45 Prozent) auf. Ziel ist es, die Hilfe im Notfall schneller und sicherer zu machen, da Personal und Technik nun an einem Ort gebündelt werden.