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Halle: Stadt diskutiert mit Anwohnern über Müll und Ratten

In der Richard-Paulick-Straße gibt es Ärger über Dreck und Verkehrsverstöße. Nun hat sich der Oberbürgermeister mit den Leuten vor Ort getroffen.

In der Grundschule Kastanienallee in Halle (Sachsen-Anhalt) kam es am Dienstagabend zu einem harten, aber sachlichen Austausch. Rund 60 Anwohner aus der Richard-Paulick-Straße, der Adolph-Menzel-Straße und vom Walter-Gropius-Weg hatten sich versammelt. Sie wollten der Stadtverwaltung klar sagen, was in ihrem Viertel schiefläuft.

Die Liste der Probleme war lang: Überall liegt illegaler Müll, die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig und es gibt einen Rattenbefall. Außerdem ärgern sich die Menschen über Autos, die falsch parken oder zu schnell fahren. Auch das illegale Grillen im Südpark und der Zustand rund um den Kirchteich waren Themen des zwei Stunden dauernden Gesprächs.

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt war nicht allein gekommen. Er brachte eine ganze Gruppe von Verantwortlichen mit, darunter die Chefs vom Gesundheitsamt, der Sicherheit und der Stadtentwicklung. Auch die Polizei und Leute von der Wohnungsgenossenschaft GWG waren dabei.

Das Ergebnis des Treffens: Die Stadt will jetzt genauer hinschauen. Die Mülleimer sollen konsequenter geleert werden. Zudem wird geprüft, ob verschließbare Tonnen helfen, die Rattenplage in den Griff zu bekommen. Die Polizei und die GWG sollen zudem die Park- und Geschwindigkeitskontrollen verschärfen.

Ein wichtiger Punkt war die Verantwortung der Hauseigentümer. Die Stadt macht deutlich, dass sie säumige Besitzer oder Verwaltungen in Zukunft konsequent dazu auffordern wird, ihre Pflichten zu erfüllen. Wenn das nicht passiert, will die Stadt rechtliche Schritte einleiten.

Um die Ordnung in der Stadt generell zu verbessern, will der Oberbürgermeister die Task Force „Saubere Stadt“ personell verstärken. Diese Truppe wurde letztes Jahr ins Leben gerufen. Zwischen dem 1. Januar und dem 6. August 2026 hat sie bereits 806 Fälle bearbeitet. Am häufigsten ging es dabei um die Beseitigung von Müll im öffentlichen Raum (504 Fälle) und das Wegräumen von Schrotträdern (93 Fälle). Auch Einkaufswagen und E-Schrott wurden entfernt.

Ob die Maßnahmen im Viertel schnell greifen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Ermittlungen zu den konkreten Hinweisen der Anwohner dauern an.

Quelle: Halle (Saale) – zur Originalmeldung

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