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Halle: Sinti-Mausoleum am Tag des offenen Denkmals

Am 13. September öffnet das frisch sanierte Mausoleum in Halle-Osendorf seine Türen. Es gilt als eines der ältesten Grabmale seiner Art in Deutschland.

Am 13. September findet der Tag des offenen Denkmals statt. Zu diesem Anlass lädt Kulturminister Rainer Robra die Menschen dazu ein, das Mausoleum in Halle-Osendorf (Sachsen-Anhalt) zu besuchen. Das Bauwerk ist ein wichtiges Zeugnis für die Geschichte und Kultur der Sinti und Roma in der Region.

Das Mausoleum von Josef Nauni Weinlich wurde bereits im Jahr 1915 gebaut. Es ist ein eingeschossiger Bau aus Ziegelsteinen mit einem Giebel. Lange Zeit drohte das Gebäude zu verfallen, weshalb die Stadt Halle (Saale) es gründlich saniert hat. Dabei wurden vor allem das Mauerwerk, die Decke und das Fundament verstärkt. Ende August wurde das Denkmal feierlich übergeben.

Das Grabmal ist besonders selten. Soweit man heute weiß, ist es das älteste Kulturdenkmal einer Sinto-Bestattung in dieser Form, das es in Deutschland gibt. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie hat die Arbeiten eng begleitet. Möglich wurde die Rettung des Gebäudes durch Geld aus der Denkmalpflegeförderung des Landes Sachsen-Anhalt.

Der Kulturminister betont, dass das Gebäude die Traditionen und die Lebenswelt der Sinti sichtbar macht und eine enge Verbindung der Familie zum Ort Osendorf zeigt. Der kommende Sonntag bietet nun die Chance, diesen besonderen Ort selbst zu besichtigen.

Quelle: Halle (Saale) – zur Originalmeldung

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