Haiger führt Wasser-Ampel für Bürger ein
Wasser ist nicht immer in großen Mengen verfügbar. Deshalb haben die Stadtwerke Haiger (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) ein neues System auf ihrer Homepage eingeführt: die sogenannte Wasser-Ampel. Damit wollen die Stadtwerke die Menschen in der Stadt dazu bringen, sparsamer mit dem Trinkwasser umzugehen.
Bürgermeister Christian Helfert und der technische Betriebsleiter Frank Ohlenburger erklärten nach einer Magistratssitzung, dass dies immer wichtiger werde. Die Gründe dafür sind längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und Spitzen beim Wasserverbrauch. Die Ampel soll helfen, diese Spitzen zu vermeiden und die Versorgung für alle sicherzustellen.
Die Ampel funktioniert mit verschiedenen Farben, die genau sagen, was zu tun ist. Grün bedeutet Normalbetrieb. Bei Gelb wird um Aufmerksamkeit gebeten: Man soll Wasser sparen und den Garten nur morgens oder abends gießen. Bei Orange wird es kritisch: Rasensprenger, Autowaschen und das Befüllen von Pools sind dann nicht mehr erlaubt. Rot bedeutet eine akute Gefährdung, bei der die Gartenbewässerung komplett verboten ist. Die Farbe Dunkelrot steht für den Versorgungsnotstand. Dann gibt es nur noch eine Notversorgung, etwa durch Tankwagen oder eine geringere Druckkraft in den Leitungen.
Die Stadtwerke entscheiden über die Farbe anhand verschiedener Daten. Sie schauen auf die Füllstände der Hochbehälter, den Tagesverbrauch und die Leistung der Brunnen. Auch das Wetter der nächsten fünf Tage spielt eine Rolle. Zusätzlich gibt es auf der Seite eine Sieben-Tage-Wetterprognose für Haiger mit Temperaturen und Niederschlag.
Besonders wichtig ist, dass die Ampel für die einzelnen Ortsteile unterschiedlich ausfallen kann. Da nicht jeder Stadtteil aus derselben Anlage gespeist wird, kann es sein, dass es in einem Viertel noch genug Wasser gibt, während es in einem anderen bereits knapp wird.
Die Wasser-Ampel ist auf der Internetseite der Stadtwerke unter www.stadtwerkehaiger.de sowie auf www.haiger.de zu finden. Wenn die Lage kritisch wird, informieren die Stadtwerke zusätzlich über Facebook, Instagram sowie über die Apps „Haiger³“ und „HaigerLife“.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Haiger – zur Originalmeldung