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Hagenow: Betrüger lockten Senioren mit Fake-Unfall aus

Zwei russischsprachige Senioren verloren insgesamt 37.000 Euro. Die Täter nutzten eine perfide Masche mit angeblichen Familienmitgliedern und Polizisten.

Am Dienstagnachmittag passierte es in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern). Zwei russischsprachige Senioren erhielten Anrufe von Betrügern. Die Männer gaben sich am Telefon als die Töchter der Senioren aus. Sie erzählten eine dramatische Geschichte: Sie hätten einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau schwer verletzt worden sei.

Um die Situation noch glaubwürdiger zu machen, schalteten die Täter weitere Menschen ein. Plötzlich sprachen vermeintliche Krankenhausmitarbeiter und Polizisten mit den Opfern. Diese behaupteten, dass für eine dringende Operation sofort Bargeld nötig sei. Die Betrüger fragten gezielt aus, wie viel Geld die Senioren zu Hause hätten.

Die Täter ließen die Opfer nicht mehr aus der Leitung. Sie hielten sie bis zur Geldübergabe ununterbrochen am Telefon und setzten sie massiv unter Druck. So gelang es den Tätern, insgesamt 37.000 Euro zu ergattern. Die Polizei hatte bereits kurz zuvor vor solchen Schockanrufen im Raum Zarrentin gewarnt.

Die Ermittler konnten nun zwei Männer beschreiben, die mit der Tat in Hagenow zusammenhängen könnten. Der eine ist etwa 30 Jahre alt, rund 1,65 Meter groß und muskulös. Er hat ein rundes Gesicht, einen schwarzen Vollbart und einen dunklen Teint. Er trug ein schwarzes T-Shirt und eine dunkle Jeans. Der zweite Mann ist zwischen 30 und 40 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat ein schmales Gesicht ohne Bart und trug ein weißes Hemd oder Poloshirt.

Beide Männer hielten sich am Dienstag zwischen 16:00 Uhr und 17:30 Uhr an der Heinrich-Mann-Straße in Hagenow auf. Die Kriminalpolizei sucht nun nach Zeugen. Wer Hinweise zu den Männern oder den Taten hat, kann die Polizei in Hagenow unter der Nummer 03883 6310 informieren.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges dauern an. Ob es einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Fällen gibt, wird derzeit geprüft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock – zur Originalmeldung

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