Hagener Stadtbücherei berichtet über Integration in Dortmund
Im Rathaus von Dortmund kamen verschiedene Beteiligte des Projektes „PerMenti NRW“ zusammen. Das Programm wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel des Projektes ist es, qualifizierte Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung dabei zu unterstützen, einen Weg in das Berufsleben zu finden. Dabei sollen Netzwerke und Begleitungen helfen, Brücken in den Alltag und in die Beschäftigung zu bauen.
Auch aus Hagen (Nordrhein-Westfalen) waren Vertreter dabei. Unter ihnen war Dorothé Schlautmann, die Leiterin der Stadtbücherei Hagen. In einem Podiumsgespräch erzählte sie von den Erfahrungen ihrer Bücherei mit Integrationsangeboten. Seit dem Jahr 2015 gibt es dort immer montags und donnerstags ein Sprachtraining, das von Ehrenamtlichen geleitet wird.
Dieses Angebot ist bewusst einfach gehalten. Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung können dort ihre Deutschkenntnisse im Alltag ausprobieren und neue Kontakte knüpfen. Die Treffs sind kostenlos und ergänzen professionelle Sprachkurse. Es gibt keine Prüfungen, keinen Druck und keine bürokratischen Hürden. Die Stadtbücherei versteht sich als sogenannter „safe space“. Das bedeutet, es ist ein konsumfreier, geschützter Ort, an dem sich alle Menschen willkommen fühlen sollen.
Die Veranstaltung in Dortmund machte deutlich, dass Integration dann gut funktioniert, wenn Bildung, Spaß und eine offene Kultur zusammenkommen. Das Projekt zeigt, dass starke Netzwerke und engagierte Menschen eine wichtige Rolle spielen.
Quelle: Hagen – zur Originalmeldung