Hagen: Ehemann nach Gewaltvorwürfen aus Wohnung gewiesen
Am Freitagmorgen (14. August 2026) ging eine Frau zur Polizeiwache in Hagen (Nordrhein-Westfalen). Dort erstattete sie Strafanzeige gegen ihren Ehemann. Die Frau schilderte den Beamten, dass der Mann sie in der Vergangenheit mehrfach getreten und geschlagen habe.
Neben der körperlichen Gewalt beschrieb sie ein Leben unter strenger Kontrolle. Ihr Mann habe es ihr untersagt, sich einen Job zu suchen oder an einem Deutschkurs teilzunehmen. Er verlangte von ihr, dass sie zu Hause bleibt und sich um den Haushalt kümmert. Die Frau hatte zunehmend Angst, dass es zu weiteren Übergriffen kommt.
Bevor sie zur Polizei ging, hatte die Frau einen Termin bei einer Beratungsstelle wahrgenommen. Dieser Schritt gab ihr offenbar den Mut, die Vorfälle nun offiziell zu melden.
Nach der Anzeige fuhren Polizisten direkt zur gemeinsamen Wohnung des Paares. Dort trafen sie den Ehemann an. Die Beamten wiesen ihn aus der Wohnung und sprachen ihm ein Rückkehrverbot für 14 Tage aus. Der Mann bestritt im Gespräch mit den Polizisten jedoch alle Vorwürfe.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.