Hagen-Altenhagen: Betrunkener Mann verletzt Polizisten
Am Donnerstagnachmittag ging in Hagen-Altenhagen (Hagen, Nordrhein-Westfalen) ein Notruf ein. Eine 36-jährige Frau hatte die Polizei gerufen, weil ihr Partner in der gemeinsamen Wohnung randalierte. Die Frau konnte den Mann nicht beruhigen und schloss sich deshalb in einem Zimmer ein, um sich zu schützen. Zuvor hatten die beiden einen heftigen Streit gehabt, bei dem der 43-Jährige wütend Gegenstände durch die Wohnung schleuderte.
Als eine Polizistin und ihr Kollege eintrafen, war der Mann extrem aggressiv. Er beschimpfte die Beamten als „Wichser“, „Hurensohn“ und „Arschloch“. Zudem warf er ihnen vor, sie würden keine richtige Arbeit machen. Er drohte den Polizisten sogar: Wenn sie ihn anfassten, würden sie erleben, was dann passiert.
Die Beamten entschieden sich daraufhin, den Mann festzunehmen. Sie fixierten ihn und legten ihm Handschellen an. Doch der Mann wollte die Wohnung nicht freiwillig verlassen. Er wehrte sich massiv und stemmte sich mit aller Kraft gegen die Polizisten. Als sie ihn durch das Treppenhaus führten, bewegte er sich so heftig, dass ein Polizist dabei verletzt wurde. Der Beamte war nach dem Einsatz nicht mehr dienstfähig.
Auch im Polizeigewahrsam wehrte sich der Mann zunächst weiter, bevor er sich später etwas beruhigte. Eine Messung ergab, dass er einen Atemalkoholwert von 1,2 Promille hatte. Er hatte also ordentlich getrunken.
Der Mann erhielt eine Strafanzeige wegen Widerstands und Beleidigung. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.