Hagen: 58 junge Menschen starten Polizeiausbildung
Am vergangenen Mittwoch (26.08.2026) war es so weit: In der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen (Nordrhein-Westfalen) startete ein neuer Bildungsgang. Die Ausbildungsleitung der Polizei begrüßte dort 23 Schülerinnen und 35 Schüler. Die Gruppe ist gemischt, das Alter der jungen Menschen liegt zwischen 15 und 33 Jahren. Sie alle haben sich in einem Auswahlverfahren gegen andere Bewerber durchgesetzt.
Die Fachoberschule, kurz „FOS“, ist eine Chance für Leute mit einem mittleren Bildungsabschluss. Wer das Programm durchzieht, hat am Ende nicht nur die Fachhochschulreife in der Tasche. Die Absolventen bekommen zudem die Zusage, dass sie direkt mit dem Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in NRW beginnen können.
Im ersten Jahr geht es vor allem um die Praxis. Die Schüler besuchen zwar das Berufskolleg, verbringen aber viel Zeit direkt bei der Polizei. Sie fahren im Streifenwagen mit und schauen den Leuten in den Kriminalkommissariaten über die Schulter. So lernen sie aus erster Hand, wie der Arbeitsalltag bei der Polizei wirklich aussieht. Im letzten Schuljahr wird es dann theoretischer, da das Lernen für den Abschluss im Vordergrund steht.
Die Polizei Hagen leitet den gesamten Bildungsgang, arbeitet dabei aber mit verschiedenen Partnern zusammen. Den schulischen Teil übernehmen Berufsschulen in Bochum und Halver. Für die Praktika werden die Schüler in verschiedene Behörden geschickt, unter anderem in den Märkischen Kreis, den Ennepe-Ruhr-Kreis sowie nach Bochum, Olpe und Siegen.
Es ist bereits das fünfte Mal, dass dieser Weg in Hagen angeboten wird, um jungen Menschen den Einstieg ins „Team 110“ zu ermöglichen.