Hadamar sucht nach Schutz gegen Starkregen
Im Juni 2026 gab es an einem einzigen Wochenende drei heftige Starkregenereignisse. Besonders im Norden von Hadamar (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) richtete das Wetter große Schäden an. Zwischen dem 19. und 21. Juni flossen riesige Mengen an Wasser und Schlamm in Richtung der Häuser südlich des Weges „Am Schwanenberg“.
Besonders schlimm traf es die Anwesen im Hammerweg 14 bis 16. Auch bei den städtischen Wasserwerken am Hammerweg 7 entstand erheblicher Sachschaden. Noch immer spüren die Menschen die Folgen: Der Radweg 8 am Ende des Hammerwegs in Richtung Industriegebiet ist gesperrt. Wer dort mit dem Rad unterwegs ist, muss aktuell über die Siegener Straße ausweichen.
Die Stadt hat sofort reagiert und versucht, den Schlamm und das Wasser abzuleiten. Das half zwar kurzzeitig, brachte aber keine dauerhafte Lösung. Am Friedhofsweg gab es zwar schon seit Mai 2025 zwei Entwässerungsrinnen, doch das Unwetter im Juni hat gezeigt, dass das nicht ausreicht. Deshalb hat der Bauhof dort eine neue Entwässerungsmulde mit Rinne gebaut, damit das Wasser schon oberhalb des Friedhofs abgefangen wird. Außerdem wurde der Rand des Wirtschaftswegs angepasst, damit das Wasser besser in die Gräben fließt.
Um für die Zukunft besser gewappnet zu sein, hat die Stadtverwaltung das Fachbüro Agrippa aus Weilburg eingeschaltet. Experten untersuchen nun genau, wie das Wasser abfließt und wo man die Ableitung verbessern kann. Dafür wurde das Gelände bereits mit einer Drohne vermessen. Das Büro Mathes Ingenieure aus Braunfels hat die Aufnahmen gemacht. Die Daten sollen zeigen, woher das Wasser kommt und an welchen Stellen man es gezielt umleiten kann.
Bürgermeister Michael Ruoff sagt, dass man einen kompletten Schutz vor Starkregen nicht schaffen kann. Aber man wolle die Risiken dort senken, wo es technisch und finanziell möglich ist. Die aktuellen Untersuchungen sollen die Grundlage für diese neuen Schutzmaßnahmen bilden.
Quelle: Hadamar – zur Originalmeldung