Hadamar plant neues Wohnquartier in den Pfeiffersgärten
In Hadamar (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) soll ein neues Wohnviertel entstehen. Das Projekt trägt den Namen „Wohnen in den Pfeiffersgärten“. Geplant ist, dass das alte Sportplatzgelände südlich der Faulbacher Straße (Kreisstraße K 459) neu genutzt wird. Bisher ist die Fläche im Plan der Stadt als Grünfläche für einen Sportplatz eingetragen. Das soll nun geändert werden, damit dort legal Wohnungen gebaut werden können.
Damit das Projekt klappt, muss die Stadt den Flächennutzungsplan anpassen und einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Der alte Plan aus dem Jahr 2000 wird dabei ersetzt. Die Stadtverordneten haben die Aufstellung bereits am 7. November 2022 beschlossen. Am 25. März 2026 folgte der Beschluss, die Entwürfe der Pläne öffentlich zu machen.
Jetzt können sich die Bürger die Details ansehen. Vom 27. Juli 2026 bis zum 28. August 2026 liegen die Unterlagen aus. Man findet sie im Internet unter www.hadamar.de/bauen/bebauungsplaene oder im Portal der Bauleitplanung des Landes Hessen. Wer lieber persönlich vorbeischauen möchte, kann ins Bauamt im Rathaus (Untermarkt 1, zweiter Stock) gehen. Dort gibt es feste Zeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags nachmittags von 14 bis 17 Uhr. Nach Absprache sind auch andere Termine möglich.
Wer Kritik oder Anregungen hat, kann in dieser Zeit eine Stellungnahme abgeben. Die Stadt wünscht sich diese vor allem per E-Mail an bauamt(at)stadt-hadamar.de. Wer zu spät reagiert, muss damit rechnen, dass seine Einwände bei der endgültigen Entscheidung nicht mehr zählen.
In den Unterlagen geht es auch ausführlich um die Umwelt. Es wurde geprüft, wie sich der Bau auf den Boden, das Wasser, die Luft und die Tiere in der Gegend auswirkt. Auch mögliche Altlasten oder Kampfmittel wurden untersucht, da das Gebiet in der Nähe eines ehemaligen Bombenabwurfgebiets liegt. Verschiedene Verbände, wie der Kreisbauernverband oder Naturschutzverbände, haben sich bereits zu Themen wie Baumbepflanzungen und Artenschutz geäußert.
Ob und wann die ersten Bagger rollen, hängt nun davon ab, wie das Verfahren mit den Bürgerbeteiligungen und den Umweltprüfungen abgeschlossen wird.
Quelle: Hadamar – zur Originalmeldung