Hadamar: Bürgerdenkmal bekommt neuen Standort
Das sogenannte „Bürgerdenkmal“ in Hadamar (Landkreis Limburg-Weilburg) hat ein neues Zuhause gefunden. Bisher stand die Skulptur an der Ecke zur Johann-Ludwig-Straße. Dort wird der Bellerive-Platz gerade neu gestaltet. Da der alte Standort künftig zum Eingangsbereich der neuen Gastronomie „Fasshalle“ gehört, musste das Kunstwerk weichen.
Nun steht das Denkmal neben dem Amtsgericht, direkt am Eingang zur Nepomukbrücke. Das Werk ist ein besonderes Stück Stadtgeschichte. Es entstand 1999 während einer Kunst- und Kulturwoche. Damals arbeiteten Bürger aus Hadamar und dem Umland gemeinsam mit Künstlern aus der französischen Partnerstadt Bellerive-sur-Allier an dem Projekt. Unter der Leitung von Lothar Röhl entstanden Figuren und Reliefs aus Tonsteinen, die in der damaligen Glasfachschule bei 1.000 Grad gebrannt wurden. Markant sind die Eichenstämme, die aus dem Bauwerk herausragen und für Verbundenheit stehen.
Der Umzug war eine Teamleistung. Die Freiwillige Feuerwehr Niederzeuzheim half beim Abbau. Zuerst wurden die Eichenstämme entfernt und der Sockel gesichert. Als die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs das Fundament freilegten, fanden sie einen 40 Zentimeter starken Betonsockel. Das machte den Transport deutlich einfacher. Der Unternehmer Nicolai Paszek von der Firma Bagger-Paszek transportierte die Skulptur kostenlos an den neuen Ort.
In den nächsten Tagen wird der Bauhof das Denkmal am neuen Platz dauerhaft einbetonieren. Die Eichenstämme werden wieder eingesetzt und die Fläche drumherum schön gestaltet. Die Stadt will sicherstellen, dass die Namen der Menschen, die damals mitgewirkt haben, weiterhin gut lesbar bleiben.
Bürgermeister Michael Ruoff betonte, dass das Denkmal ein wichtiges Symbol für das Engagement der Bürger und die Partnerschaft mit Frankreich sei. Die Kosten für den Umzug waren unabhängig von den anderen Bauarbeiten am Bellerive-Platz.
Quelle: Hadamar – zur Originalmeldung