Gütersloh: Professor spricht über die Wohnkrise
Wer in den letzten Jahren umziehen wollte, hat es wahrscheinlich selbst gemerkt: Es ist fast unmöglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Egal ob es ein kleines Zimmer für Azubis und Studenten ist oder eine Wohnung für eine junge Familie. Das Problem gibt es nicht mehr nur in den Großstädten, sondern mittlerweile im ganzen Land. Die Wohnkrise blockiert den wirtschaftlichen Wandel und sorgt dafür, dass die soziale Schere immer weiter aufgeht.
Genau darum geht es in dem neuen Buch „Die Wohnkrise - Wie sie Demokratie und Zusammenhalt bedroht“, das am 3. September erscheint. Einer der Autoren, Professor Sebastian Kurtenbach, kommt nach Gütersloh (Nordrhein-Westfalen), um über seine Thesen zu sprechen. Er will erklären, warum staatliche Maßnahmen bisher kaum gewirkt haben und wie der Wohnungsmangel die berufliche Mobilität ausbremst.
Die Veranstaltung findet am Freitag, den 11. September, um 17 Uhr in der historischen Aula der Volkshochschule (VHS) in der Hohenzollernstraße 43 statt. Dr. Mariella Gronenthal führt das Gespräch mit dem Autor. Kurtenbach, der an der FH Münster und der Ruhr Universität Bochum lehrt, sieht eine große Gefahr für die Demokratie: Wenn Wohneigentum nur noch eine Frage von Glück oder Herkunft ist, glauben die Menschen nicht mehr an den sozialen Aufstieg. Das führt laut Kurtenbach zu weniger Zufriedenheit in der Bevölkerung und beeinflusst die Politik.
Der Eintritt zur Lesung ist kostenlos. Wer dabei sein möchte, kann sich über die Internetseite www.vhs-gt.de oder telefonisch unter 05241 / 82- 2925 anmelden. Gefördert wird der Abend von der Partnerschaft für Demokratie in Gütersloh im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Quelle: Gütersloh – zur Originalmeldung