Gudensberg hilft Menschen mit wenig Geld in den Sport
In Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis, Nordhessen) gibt es ein Projekt, das Menschen helfen soll, leichter in das Vereinsleben zu finden. Seit 2021 nimmt die Stadt am Landesprogramm „Sport integriert Hessen“ teil. Das Ziel ist einfach: Sport soll Menschen zusammenbringen, egal woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen oder wie viel Geld sie auf dem Konto haben.
Im Zentrum des Ganzen steht Jens Siebert. Er arbeitet als Sportcoach in Gudensberg und ist die wichtige Verbindung zwischen der Stadt, den Vereinen und den Menschen, die Hilfe brauchen. Er hilft zum Beispiel dabei, die richtigen Formulare auszufüllen oder begleitet Interessierte direkt zur ersten Trainingseinheit.
Das Programm übernimmt dabei einige Kosten, damit der Geldbeutel nicht zum Hindernis wird. Bezahlt werden zum Beispiel die erste Sportkleidung, Trainingsmaterial, Eintrittsgelder oder Fahrtkosten für Kinder und Jugendliche, die mit Bus und Bahn zum Training fahren. Auch Fortbildungen für Übungsleiter können gefördert werden. Jens Siebert erklärt, dass etwa 20 Prozent der gesamten Summe für die Erstausstattung der Sportler genutzt werden.
Es gibt jedoch auch Dinge, die das Programm nicht bezahlt. Die normalen Vereinsbeiträge, Passgebühren oder die Untersuchung beim Sportarzt müssen die Teilnehmer selbst tragen.
Ein gutes Beispiel für den Erfolg ist die FSG Gudensberg. Dort sind mittlerweile zwischen 10 und 15 Geflüchtete aktiv, unter anderem aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan, Bulgarien und verschiedenen afrikanischen Ländern. Im letzten Jahr konnten so vier Geflüchtete aus Somalia und der Ukraine in die Seniorenteams integriert werden. Insgesamt sind dort in fast allen Altersklassen Menschen mit Migrationshintergrund dabei – von den Kleinsten in der F-Jugend bis zu den Senioren.
Jens Siebert möchte nun noch mehr Vereine in der Stadt erreichen. Er betont, dass das Angebot nicht nur für Geflüchtete gilt. Auch Kinder und Jugendliche aus Familien, die wenig Geld haben, können die Förderung nutzen. Wer in Gudensberg wohnt und gerne Sport treiben möchte, es sich aber nicht leisten kann, kann sich an ihn wenden. Er hilft auch dann, wenn die Sprache ein Problem ist oder Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen nötig ist.
Interessierte können eine E-Mail an [email protected] schreiben. Die Stadt leitet die Anfrage dann an Jens Siebert weiter, der sich persönlich mit den Betroffenen in Verbindung setzt.
Quelle: Gudensberg – zur Originalmeldung