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Großschlag gegen Drogenlabor in Ludwigsfelde und Berlin

Über 250 Beamte haben ein illegales Meth-Labor und mehrere Wohnungen gestürmt. Dabei fanden sie riesige Mengen an Drogen und scharfe Waffen.

Die Ermittler hatten ein großes Ziel im Visier: In Ludwigsfelde (Brandenburg) wurde ein geheimes Labor zur Herstellung von Methamphetamin ausgehoben. Das Labor war wohl noch im Aufbau, als die Beamten des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg zuschlugen. Dort fanden sie rund 30 Kilogramm Methamphetamin und fast 50 Liter der sogenannten Methamphetamin-Base.

Doch die Aktion endete nicht in Ludwigsfelde. Gleichzeitig starteten die Beamten 14 weitere Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg sowie eine weitere Razzia in Baden-Württemberg. In der Hauptstadt wurden Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sowie Geschäftsräume in Tempelhof-Schöneberg und Pankow durchsucht.

Besonders in einer Wohnung in Charlottenburg-Wilmersdorf machten die Beamten einen gewaltigen Fund: Fast 50 Kilogramm Cannabisprodukte und 32 Kilogramm Ketamin lagen dort bereit. Außerdem entdeckten die Ermittler drei scharfe Schusswaffen inklusive Munition.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 21-jähriger Mann. Er soll für das Labor drei Mexikaner im Alter zwischen 46 und 47 Jahren angeworben haben. Die drei Männer wurden direkt im Labor festgenommen.

Insgesamt sieben Menschen im Alter von 19 bis 47 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Sechs von ihnen kamen gestern vor eine Haftrichterin in Berlin und Heidelberg. Die Richterin ordnete Haftbefehle an, sodass die Beschuldigten nun hinter Gitter müssen.

Der ganze Schlag war eine riesige Operation. Mehr als 250 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Neben dem Zoll halfen die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt, das THW und eine Spezialgruppe des LKA Berlin. Zwei Festnahmen erledigte das Spezialeinsatzkommando der Landespolizei Brandenburg.

Wie die Polizei auf das Labor kam, liegt weit zurück: Im Februar 2026 gab es erste Hinweise auf einen Cannabisschmuggel. Die Ermittler hingen der Spur nach und landeten schließlich bei der Werkstatt in Ludwigsfelde.

Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen zwölf Menschen. Ob und inwieweit sich alle Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg – zur Originalmeldung

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