Großschlag gegen Cannabis-Bande in drei Städten
Am Donnerstagmorgen startete die Polizei eine große Aktion. Beamte der Bereitschaftspolizei Recklinghausen durchsuchten mehrere Wohnungen und Gewerbehallen. Dabei halfen zwei Diensthunde und ein LKW NRW mit.
In Marl (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) stießen die Polizisten an der Bergstraße auf eine Cannabisplantage. Dort nahmen sie zwei Männer fest, die 25 und 31 Jahre alt sind und aus Tunesien kommen. In der Halle fanden die Beamten zudem viele Chemikalien und Geräte. Diese wurden wohl genutzt, um Drogen herzustellen. Weil die Stoffe gefährlich sind, halfen die Feuerwehr und eine Fachfirma dabei, die Fässer und Kanister sicher zu entfernen und zu entsorgen.
Fast zeitgleich gab es einen weiteren Erfolg in Haltern am See (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen). In einem Firmengebäude am Münsterknapp entdeckte die Polizei eine weitere große Cannabisplantage. Ein 31-jähriger Albaner wurde dort festgenommen.
Auch in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) waren die Beamten im Einsatz. In zwei Wohnungen suchten sie nach Beweisen und stellten unter anderem Handys sicher. Dort nahm die Polizei Wesel einen 66-jährigen Deutschen fest. Gegen den Mann lag bereits ein Haftbefehl vor, da er mit den Ermittlungen im Kreis Recklinghausen in Verbindung steht.
Die drei Beschuldigten wurden bereits am Amtsgericht Essen vorgeführt. Der Richter ordnete für alle drei Untersuchungshaft an. Die Männer sollen in einer Bande Cannabis angebaut, hergestellt und in größeren Mengen verkauft haben.
Die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei Recklinghausen ermitteln weiter. Ob noch mehr Menschen in das Netzwerk verwickelt sind, ist derzeit nicht bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.