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Großrazzia in Bremen-Neustadt mit vielen Festnahmen

Rund 70 Einsatzkräfte haben das Viertel durchkämmt. Dabei fanden sie Drogen, gestohlene Räder und schlossen sogar einen Betrieb.

In der Bremer Neustadt (Stadtgemeinde Bremen) war am Donnerstag einiges los. Rund 70 Leute von der Polizei, dem Zoll, dem Finanzamt und anderen Behörden waren gleichzeitig im Einsatz. Sie wollten gegen Kriminalität auf der Straße und gegen Verstöße in den Läden vorgehen. Die Beamten kontrollierten zahlreiche Menschen, Gaststätten und Gewerbebetriebe im Viertel.

Bei den Durchsuchungen stießen die Einsatzkräfte auf verschiedene Dinge. In einer Bar fanden sie Heroin. In Kellerräumen entdeckten sie elf Fahrräder. Eines davon war ein E-Bike, das als gestohlen gemeldet war. Die Polizei nahm das Rad sicher. In einem Shisha-Shop fanden die Beamten hunderte Vapes, die nicht verzollt waren, und etwa ein Kilo Tabak für Wasserpfeifen. Außerdem wurden zwei Glücksspielautomaten stillgelegt.

Auch bei den Menschen gab es Festnahmen. Ein Mann hatte zwei offene Haftbefehle und wurde festgenommen. Zwei weitere Menschen wurden mitgenommen, weil sie vermutlich keine gültigen Papiere für ihren Aufenthalt in Deutschland hatten. Bei einer Verkehrskontrolle erwischten die Beamten zudem einen Fahrer, der keinen Führerschein besaß.

Ein Barbershop musste sofort schließen. Das Ordnungsamt stellte fest, dass der Besitzer keinen Meistertitel hatte. Außerdem gab es große Mängel bei der Kasse. In vielen anderen Betrieben fanden die Kontrolleure Verstöße bei der Hygiene, beim Essen oder bei den Gewerbevorschriften. In mehreren Läden wird es nun Nachkontrollen geben.

Die Polizei setzte für die Suche nach Drogen und Sprengstoff auch Hunde ein. Gleichzeitig suchten die Beamten nach Zeugen für einen versuchten Tötungsfall, der sich vor einigen Tagen ereignet hatte. Die Polizei will nun auch in Huckelriede und weiter in der Neustadt präsent bleiben, weshalb Kontaktpolizisten verstärkt im Viertel unterwegs sind.

Die Auswertung der Funde und Kontrollen läuft noch. Ob und inwieweit sich die betroffenen Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bremen – zur Originalmeldung

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