Großrazzia in Bremen: Drogenfunde und Ladenschließungen
Am Mittwoch war in Bremen (Freie Hansestadt Bremen) einiges los. Von 14 bis 22 Uhr waren die Polizei, das Ordnungsamt, der Zoll, das Finanzamt sowie die Gewerbe- und Glücksspielaufsicht gleichzeitig im Einsatz. Die Beamten wollten die Drogenkriminalität bekämpfen und Gewerbebetriebe prüfen. Die Kontrollen fanden im Bereich des Bahnhofs, in der Östlichen Vorstadt, in der Neustadt und in Huchting statt.
Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte knapp 60 Menschen. Dabei stießen sie auf Straßendealer und entdeckten Drogenbunker. Die Beamten nahmen Cannabis, Kokain und Ecstasy sowie Bargeld an sich. Viele Menschen bekamen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Cannnabiskonsumgesetz. Einige Leute wurden zudem vom Platz verwiesen.
Parallel dazu schauten sich die Kontrolleure 18 Betriebe an. Das waren unter anderem Kioske, Imbisse und Bars im Steintorviertel, in Huchting, der Neustadt und rund um den Bahnhof. Eine Bar im Steintor musste sofort schließen, weil gegen das Jugendschutzgesetz und die Spielverordnung verstoßen wurde. Auch ein Friseurladen in der Innenstadt wurde sofort dichtgemacht, da es dort große Mängel bei der Kasse gab. In anderen Lokalen fanden die Beamten ebenfalls Probleme bei der Hygiene, falsche Preise oder Verstöße beim Glücksspiel.
Ein besonderer Vorfall ereignete sich im Hohentorspark und an der Piepe. Dort kontrollierten die Beamten mehrere Menschen. Eine 43-jährige Frau wurde festgenommen, da gegen sie zwei offene Haftbefehle über mehrere Hundert Euro vorlagen. Später konnte die Frau den offenen Betrag bezahlen.
Die Polizei hat angekündigt, dass solche gemeinsamen Einsätze mit anderen Behörden auch in Zukunft gezielt weitergehen sollen. Ob und inwieweit sich die kontrollierten Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.