Großkontrolle in Bremerhaven: Betrunkener E-Scooter-Fahrer mit Kind erwischt
Am frühen Donnerstagabend, den 23. Juli, war die Polizei in Bremerhaven-Lehe (Land Bremen) auf den Straßen unterwegs. An der Ecke Rickmersstraße und Potsdamer Straße bauten die Beamten eine Kontrollstelle auf. Schon gegen 19.15 Uhr wurden die ersten Autos und Menschen gestoppt. Zwei Teams vom Zoll halfen bei dem Einsatz, der bis etwa 21.30 Uhr dauerte.
Insgesamt prüften die Beamten 29 Fahrzeuge und 55 Menschen. Achtmal stellten sie Ordnungswidrigkeiten fest. Manche Fahrer hatten ihr Handy in der Hand, bei anderen fehlte der Verbandskasten im Auto oder es gab Probleme mit Alkohol. Vier Menschen machten sich sogar strafbar. Hier ging es um Drogen, fehlende Versicherungen oder illegale Waffen.
Ein Lichtblick war die Geschwindigkeit: 107 Fahrzeuge wurden mit dem Lasermessgerät geprüft, und alle hielten sich an das Tempolimit.
Parallel dazu jagte die Polizei in der 29. Kalenderwoche verstärkt E-Scooter durch die Stadt, weil es immer mehr Unfälle mit diesen Elektro-Fahrzeugen gibt. Insgesamt 33 Scooter und deren Fahrer wurden kontrolliert. Dabei gab es zwölf Ordnungswidrigkeiten und vier Fälle, in denen keine Versicherung vorhanden war.
Besonders dreist war ein Fahrer: Er steuerte seinen E-Scooter mit 0,9 Promille Atemalkohol im Blut. Zudem transportierte er ein Kind auf dem Fahrzeug mit. Gegen diesen Mann wurde eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit erstattet.
Ein weiterer E-Scooter-Fahrer bekam Ärger, weil sein Fahrzeug technisch so stark verändert worden war, dass man dafür eigentlich einen Führerschein braucht. Auch gegen ihn wurde eine Strafanzeige geschrieben.
Die Polizei warnt nun alle Nutzer von E-Scootern und fordert sie auf, die Regeln einzuhalten. Da die Unfallzahlen steigen, will die Behörde auch in Zukunft öfter kontrollieren und Verstöße hart bestrafen.
Ob und inwieweit sich die Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.