Großer Waldbrand bei Illingen nach vier Tagen gelöscht
Am Sonntag, den 16. August 2026, brach gegen 12:55 Uhr im Hosterwald bei Illingen (Saarland) ein Feuer aus. Die Flammen breiteten sich schnell aus, weil das Gelände im Wald schwer zugänglich war. Zuerst brannten nur etwa drei Hektar, doch später wuchs die Fläche auf insgesamt 18 Hektar an.
Die Lage wurde so ernst, dass die Behörden eine außergewöhnliche Einsatzlage ausriefen. Das bedeutete, dass Hilfe aus dem ganzen Saarland sowie aus Rheinland-Pfalz, Hessen und sogar aus Luxemburg kam. Insgesamt waren mehr als 1.000 Einsatzkräfte im Einsatz.
Besonders gefährlich wurde es, als das Feuer auf einen landwirtschaftlichen Betrieb zusteuert. Dort standen rund 70 Pferde und 300 Kühe. Die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass die Flammen auf den Hof übergriffen.
Ein großes Problem war das Wasser. Die Retter mussten mehr als sechs Kilometer an Schläuchen verlegen. Über 20 Landwirte, Forstwirte und Unternehmer halfen mit Traktoren und Wasserfässern aus. Zwei Hubschrauber der hessischen Polizei flogen insgesamt 87 Mal über das Gebiet und warfen rund 60.000 Liter Wasser ab. Drohnen halfen dabei, die Lage aus der Luft zu beobachten.
Aus Luxemburg kam eine Spezialeinheit mit einem Löschroboter, während die Organisation @fire Experten für Waldbrände schickte. Da viel Rauch aufstieg, wurde die Bevölkerung über Warn-Apps wie NINA und KATWARN informiert. Das Waldgebiet blieb komplett gesperrt. Weil man befürchtete, dass noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegt, suchte der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Gelände ab. Er fand jedoch nichts.
Für die Verpflegung sorgten das DRK und die Malteser. In einem Versorgungszentrum wurden zeitweise 400 Mahlzeiten gleichzeitig für die Helfer zubereitet. Laut Landesbrandinspekteur Timo Meyer gab es im Saarland in den letzten 70 Jahren keinen Waldbrand dieser Größe, der so lange gedauert hat.
Am Mittwochabend gegen 19 Uhr war der Einsatz nach 78 Stunden beendet. Die außergewöhnliche Einsatzlage wurde daraufhin aufgehoben.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen – zur Originalmeldung