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Große Jagd in Pomellen: Fünf Männer bei Kontrollen erwischt

Die Bundespolizei hat bei Einreisekontrollen in Pasewalk und Pomellen fünf Männer gestoppt. Zwei von ihnen mussten direkt hinter Gitter.

Die Bundespolizei aus Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) und die deutsch-polnische Dienststelle in Pomellen haben eine Reihe von Kontrollen durchgeführt. Dabei flogen mehrere Männer auf, die eigentlich zur Festnahme ausgeschrieben waren.

Ein 29-jähriger Pole reiste im Regionalexpress 5352 von Grambow nach Löcknitz. Bei der Kontrolle kam heraus: Die Staatsanwaltschaft Kleve suchte ihn, weil er ohne Führerschein gefahren war. Da der Mann die Geldstrafe von 1200 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er direkt in die Justizvollzugsanstalt Neustrelitz gebracht. Dort muss er nun 15 Tage absitzen. Zudem wird nach ihm in fünf weiteren Fällen gesucht, unter anderem wegen Betrugs, Diebstahls und Vergewaltigung.

Am ehemaligen Grenzübergang Pomellen lief es ähnlich. Ein 36-jähriger Pole reiste in einem FlixBus. Er war wegen erschlichener Leistungen zur Festnahme ausgeschrieben. Er konnte weder die Geldstrafe von 1200 Euro noch die 174 Euro Verfahrenskosten zahlen. Deshalb sitzt er nun für 60 Tage in der JVA Neustrelitz. Außerdem wollte die Staatsanwaltschaft Berlin wegen eines Betrugsfalls über 5300 Euro von ihm einziehen, doch der Mann hatte kein Geld.

Ein weiterer Mitreisender im FlixBus, ein 35-jähriger Pole, war ebenfalls gesucht worden. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis festnehmen. Er zahlte jedoch die Geldstrafe von 1320 Euro, eine Reststrafe von 51,50 Euro und 135 Euro Verfahrenskosten. Damit konnte er eine 11-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verhindern.

Auch ein 28-jähriger Pole wurde in Pomellen gestoppt. Er saß als Beifahrer in einem Auto in Richtung Polen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück suchte ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Er zahlte die geforderte Geldstrafe von 1680 Euro, 20 Euro Reststrafe und 91,50 Euro Verfahrenskosten. Wäre er nicht zahlungsfähig gewesen, hätte er 14 Tage im Gefängnis verbracht.

Zuletzt wurde ein 51-jähriger Deutscher in Pomellen kontrolliert. Die Staatsanwaltschaft Cottbus suchte ihn wegen Betrugs. Auch er konnte sich retten, indem er die Geldstrafe von 1050 Euro und 88 Euro Verfahrenskosten bezahlte. So konnte er eine 21-tägige Ersatzfreiheitsstrafe abwenden und seine Reise fortsetzen.

Ob und inwieweit sich die Männer in den weiteren Verfahren strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Pasewalk mit Gemeinsamer deutsch-polnischer Dienststelle Pomellen – zur Originalmeldung

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