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Großbrand in Meiningen: Lagerhalle komplett zerstört

Großbrand im ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerk Copyright und Urheber siehe Henneberg

Ein riesiges Feuer im ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerk hielt die Feuerwehr über Stunden auf Trab. Die Halle ist ein Totalverlust.

Am Dienstagnachmittag gegen 15:50 Uhr bemerkten Menschen in Meiningen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen) eine starke Rauchentwicklung am Flutgraben. Als die Feuerwehr eintraf, stand eine leerstehende Lagerhalle bereits in Flammen. Das Gebäude gehörte früher zum Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) und wurde bis in die 90er-Jahre für Dampfloks und Waggons genutzt.

Das Feuer breitete sich schnell aus. Kurz nach halb vier Uhr fing eine zweite Halle Feuer. Bald darauf brannte der gesamte Komplex auf einer Fläche von etwa 100 mal 100 Metern lichterloh. Die Hitze war so extrem, dass die Stahlträger nachgaben und Teile der Decke einstürzten. Weil es in der Halle zu gefährlich war, konnten die Retter nur von außen mit Drehleitern und Wasserstrahlen löschen.

Die Lage war kritisch, da es lange nicht geregnet hatte. Das Gestrüpp auf dem Gelände war staubtrocken und drohte ebenfalls zu brennen. Um das Feuer zu stoppen, mussten die Einsatzkräfte eine Schneise in das Gebüsch schlagen. Da nicht genug Wasser vor Ort war, fuhren Tankwagen in einem ständigen Pendelverkehr von der Werra zum Brandherd.

Insgesamt waren rund 182 Leute im Einsatz, darunter Feuerwehren aus Suhl und dem Landkreis Hildburghausen sowie das THW und das DRK. Die riesige Rauchsäule war sogar bis nach Bayern zu sehen und löste dort Fehlalarme aus. Ein Feuerwehrangehöriger wurde bei dem Einsatz verletzt. Die Bevölkerung wurde per Warn-App gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Am Mittwochmorgen gaben die Einsatzkräfte endlich „Feuer aus“. Die Halle ist komplett zerstört. Da das Gebäude akut einsturzgefährdet ist, bleibt das Gelände gesperrt. Die Feuerwehr warnt eindringlich davor, das Gebiet zu betreten, da Lebensgefahr besteht. Die benachbarte Dampflok-Erlebniswelt und das aktive DB-Werk waren nicht gefährdet und konnten am Mittwoch ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Was genau das Feuer ausgelöst hat und wie hoch der finanzielle Schaden ist, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Henneberg – zur Originalmeldung

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