Großbrand in Grünkraut: Millionen-Schaden und tote Tiere
Am Mittwochabend kam es in Grünkraut (Landkreis Ravensburg) zu einem schweren Brand. Zuerst fing ein Stallgebäude Feuer. Die Brandermittler vermuten, dass ein technischer Defekt die Ursache war. Dann griff das Feuer auf ein zweites Gebäude über. Das passierte wohl durch den starken Wind, der Funken in die Luft trug.
Die Situation wurde gefährlich, als Gasflaschen im ersten Gebäude explodierten. Durch den Knall erlitten elf Feuerwehrleute und ein Anwohner, der mithelfen wollte, ein Knalltrauma. Ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich am Fuß. Die Explosionen beschädigten auch mehrere Häuser und Nutzgebäude in der Nachbarschaft schwer. Ein angebautes Wohnhaus brannte fast vollständig ab, es wohnte zum Zeitpunkt des Brandes aber niemand darin.
Besonders traurig ist der Verlust der Tiere: Im zweiten Gebäude kamen 22 Kühe und vier Kälber in den Flammen ums Leben. Um das Feuer endgültig zu löschen, kam in der Nacht ein Bagger zum Einsatz. Die Maschine zog die brennenden Teile auseinander, damit die Retter an die letzten Glutnester herankamen.
Insgesamt waren rund 350 Leute von der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK, dem THW und der Polizei im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Viele Anwohner mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen, konnten aber im Laufe der Nacht wieder zurückkehren. Am Donnerstagvormittag war auch der Strom wieder da.
Der Sachschaden ist gewaltig und wird auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, um die genaue Brandursache zu klären.