Großbrand auf altem Panzerübungsplatz bei Neustrelitz
Am Mittwoch, den 24. Juni 2026, ging in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern) der Alarm los. Gegen 12:32 Uhr brannten auf dem ehemaligen Panzerübungsplatz an der B 193 große Flächen. Für die Feuerwehr war die Lage extrem gefährlich: Das Gelände ist mit Munition belastet. Laut Kampfmittelkataster darf man dort nicht betreten, und bei Bränden muss ein Sicherheitsabstand von 1.000 Metern eingehalten werden.
Weil die Feuerwehr nicht direkt zum Feuer laufen konnte, mussten sie auf Technik aus der Luft setzen. Eine Drohne vom Landkreis lieferte erste Bilder. Schon nach einer Stunde brannten vier Hektar Land. Der Wind wechselte ständig die Richtung, sodass sich die Flammen in alle Richtungen ausbreiteten. Als es erste Explosionen im Boden gab, verlegten die Einsatzleiter ihre Zentrale zur Rettungswache Nord beim DRK-Krankenhaus.
Die Retter versuchten, die Stadt und wichtige Stromleitungen zu schützen. Sie bauten eine lange Kette aus Regnern auf, die Wasser aus dem Großen Bodensee und dem Langhäger See pumpten. Am späten Nachmittag drückte der Wind den Rauch und das Feuer Richtung Neustrelitz. Deshalb mussten einige Bewohner aus ihren Häusern evakuiert werden. Nach ein paar Stunden konnten sie jedoch wieder zurückkehren.
Über die nächsten Tage blieb die Lage kritisch. Die Feuerwehr musste eine Verteidigungslinie von insgesamt 6,3 Kilometern halten. Einmal mussten die Einsatzkräfte sogar eine Position am Solarpark Sophienhof aufgeben, weil der Wind das Feuer plötzlich direkt auf sie zutrieb. Da das Feuer auch eine Hochspannungsleitung bedrohte, musste der Energieversorger diese schließlich abschalten.
Erst am Sonntag, den 28. Juni, war das Feuer unter Kontrolle. Die letzten offenen Flammen waren verschwunden. Insgesamt 400 Einsatzkräfte aus verschiedenen Landkreisen und das THW waren im Einsatz. Am Ende waren 135 Hektar Land komplett abgebrannt. Das Nationalparkamt übernahm danach die Brandwache, bis kräftige Regenschauer die Gefahr endgültig bannen konnten.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.