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Groß-Umstadt: Ärzte warnen vor weniger Behandlungen

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Ein Ärztenetz aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg befürchtet massive Kürzungen durch eine Reform aus Berlin. Die Folge könnten weniger Termine und ein schlechteres Angebot für die Patienten sein.

In Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) haben sich Haus- und Fachärzte, eine Psychologin sowie Apotheker zu einem Treffen zusammengesetzt. Der Grund ist ein geplanter Sparkurs der Bundesregierung, der die Gesundheitsversorgung in der Region bedroht.

Die Vorsitzende des Ärztenetzes, Dr. Jutta Landenberger, und Pelin Meyer von der Betriebsleitung der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg machten deutlich: Wenn in Berlin gespart wird, trifft das die Menschen vor Ort. Pelin Meyer warnte, dass die Patienten am Ende die Verlierer sein werden. Damit die Praxen und Kliniken wirtschaftlich überleben können, müssten Leistungen reduziert werden.

Besonders kritisch sieht man die geplante Reform beim sogenannten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Pelin Meyer wies auf einen Widerspruch hin: Die Politik will zwar, dass mehr Behandlungen ambulant stattfinden, gleichzeitig sollen im ambulanten Bereich aber über 30 Milliarden Euro gestrichen werden. Für Psychologen und niedergelassene Ärzte könnte das bedeuten, dass sie nur noch einen Bruchteil ihrer bisherigen Vergütung erhalten. Um das auszugleichen, müssten sie entweder weniger Termine vergeben, ihr Angebot kürzen, Personal entlassen oder mehr Privatpatienten aufnehmen.

Auch die Apotheker in der Region sind besorgt. Sie berichteten beim Treffen, dass Online-Apotheken bevorzugt würden. Durch bestimmte Rezeptgebühren stünden die Apotheken vor Ort im Nachteil, was deren Existenz schwäche.

Trotz der schlechten Aussichten wollen die Mediziner und Apotheker zusammenhalten. Sie wollen den Austausch beibehalten, um die Versorgung in der Region so gut wie möglich zu sichern. Ziel bleibt es, Patienten schnell und medizinisch sinnvoll zu behandeln, auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen schlechter werden.

Quelle: Landkreis Darmstadt-Dieburg – zur Originalmeldung

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