Griesstätt: Daxenfeuer jetzt online anmelden
Es raucht im Garten, jemand sieht die Flammen und ruft sofort die Feuerwehr. Oft stellt sich dann aber heraus, dass es nur ein geplantes Daxenfeuer oder ein Osterfeuer ist. Solche Falschalarme nerven die Einsatzkräfte, die dann mitten in der Nacht oder während der Arbeit ausrücken müssen. Deshalb gibt es nun eine Lösung für die Gemeinde Griesstätt (Landkreis Rosenheim, Bayern) und die gesamte Region.
Wer im Landkreis Rosenheim, im Landkreis Miesbach oder in der Stadt Rosenheim ein Daxenfeuer oder ein anderes Brauchtumsfeuer plant, kann dies jetzt unter www.daxenfeuer.de eintragen. Man wählt einfach die Art des Feuers aus, gibt seine Kontaktdaten sowie die Adresse an und schickt das Formular ab. Das geht schnell über das Smartphone oder den Computer.
Die Integrierte Leitstelle (ILS), die Landratsämter und die Stadt sehen so sofort, wo gerade ein Feuer geplant ist. Wenn dann ein Notruf wegen einer Rauchentwicklung eingeht, wissen die Disponenten Bescheid. Je nach Lage muss die Feuerwehr dann vielleicht gar nicht erst ausrücken. Stefan Ertl, der Leiter der Integrierten Leitstelle, hofft, dass dadurch fast die Hälfte der Falschalarme wegfällt.
Die Meldung im Internet ist jedoch freiwillig und ersetzt keine offizielle Genehmigung. Wer ein Feuer anzündet, muss sich selbst informieren, ob das gerade erlaubt ist. Besonders bei Waldbrandgefahr sollte man vorsichtig sein. Infos dazu gibt es bei den Behörden oder auf der Seite www.wettergefahren.de.
Über das Portal kann man verschiedene Arten von Feuern melden: klassische Daxenfeuer, Brauchtumsfeuer wie zum Beispiel Johannifeuer oder Peter & Paul sowie Zweckfeuer wie große Grillschalen oder Feuerwerke.
Die Entlastung ist dringend nötig, denn die Zahl der Einsätze im Bereich des Zweckverbandes ist in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Während es 2016 noch etwa 66.500 Einsätze waren, stieg die Zahl bis 2021 auf rund 93.000. Besonders die Freiwilligen Feuerwehren in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach sowie in der Stadt Rosenheim sind betroffen. Die Leitstelle ist insgesamt für knapp 893.000 Menschen verantwortlich.
Quelle: Griesstätt – zur Originalmeldung