Grevenbroich beantragt über 42 Millionen Euro für Zukunftsprojekte
Die Stadt Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) setzt auf große Veränderungen. Bis zum 30. Juni 2026 hat die Stadt sechs umfangreiche Anträge auf Fördermittel gestellt. Insgesamt geht es um ein Volumen von rund 42,6 Millionen Euro. Wenn alles klappt und die Anträge bewilligt werden, könnten etwa 37,8 Millionen Euro in die Stadt fließen.
Ein großer Teil des Geldes soll in den Bereich Verkehr fließen. Mit dem Projekt „Grevenbroich.Mobil“ soll das Umfeld des Bahnhofs für rund 11,5 Millionen Euro umgestaltet werden. Der Bahnhof soll ein moderner Knotenpunkt werden, an dem der Busverkehr besser funktioniert, die Beleuchtung stimmt und die Flächen neu geordnet werden. Zusätzlich beantragte die Stadt 5 Millionen Euro für eine Mobilstation und Bike+Ride-Anlagen, damit Pendler einfacher vom Rad auf die Bahn umsteigen können.
Auch die Ortsteile sollen aufgewertet werden. Für die Kraftwerksdörfer Frimmersdorf und Neurath sind 5 Millionen Euro geplant. Hier sollen der Kirchplatz „An St. Martin“ und der Peter-Kauertz-Platz schöner werden, damit die Menschen dort wieder mehr zusammenkommen. Die Ideen dafür kamen aus Gesprächen mit den Bürgern und sogenannten Bürgerspaziergängen.
Für Kinder und Jugendliche ist ein großer Erlebnisraum namens „Perlenkette“ am Flutgraben geplant. Dafür sind rund 9,26 Millionen Euro vorgesehen. Auf 20.000 Quadratmetern sollen ein Pumptrack, Skate-Angebote, ein Basketballfeld, ein Wasserspielbereich und ein modernisierter Dirtpark entstehen. Auch die „Spielspinne“ soll weiterentwickelt werden. Bei der Planung waren Jugendliche selbst mit dabei.
Ein weiteres Projekt betrifft die Alte Feuerwache. Für die Modernisierung sind rund 9,9 Millionen Euro eingeplant. Das Gebäude soll ein Zentrum für Kultur, Bildung und Vereine werden. Geplant sind ein neues Foyer, eine Terrasse zum Ian-Hamilton-Finlay-Park und ein flexibler Veranstaltungssaal mit moderner Technik.
Zuletzt geht es um das „Flutgrabenquartier“. Hierfür beantragte die Stadt 7,4 Millionen Euro. Geplant sind der Ausbau der Schule St. Martin, ein neuer Kindergarten und ein neuer Festplatz. Auch das Umfeld vom Alten Schloss soll schöner werden. Der Bürgerschützenverein hat bereits zugestimmt, dass der Festplatz verlegt wird.
Bürgermeister Klaus Krützen betont, dass diese Anträge ein wichtiger Schritt seien, um die Stadt aktiv zu gestalten. Ob das Geld tatsächlich fließt, steht noch nicht fest. Erst nach den Förderbescheiden können die nächsten Planungsschritte konkret angegangen werden.