Grenzkontrollen in Kleve und Viersen bringen drei Gesuchte
Am Dienstagvormittag kontrollierte die Bundespolizei die Fahrgäste im Regionalzug 13 auf der Strecke von Viersen (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) nach Venlo. Dabei überprüfte die Polizei die Daten eines 37-jährigen Afghanen. Es kam schnell heraus: Die Staatsanwaltschaft Rostock suchte den Mann wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Zudem gab es Ermittlungen wegen Raubes, Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und weil er sich gegen Beamte gewehrt hatte. Der Mann zahlte eine Geldstrafe von 700 Euro direkt bei der Polizei ein. Damit konnte er eine Ersatzhaft von 35 Tagen vermeiden und durfte seine Reise fortsetzen.
Am Nachmittag gab es eine weitere Kontrolle auf der A40 an der Anschlussstelle Straelen (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen). Ein 40-jähriger Deutscher aus Mühlhausen fuhr mit seinem Auto in Deutschland ein. Bei der Überprüfung seines Ausweises stellte die Polizei fest, dass zwei Haftbefehle auf ihn ausgestellt waren. Die Staatsanwaltschaft Trier suchte ihn wegen Betruges, die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen eines Verstoßes gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz. Der Fahrer zahlte die geforderten Beträge von 960 Euro und 50 Euro vor Ort. So konnte er die drohenden Haftstrafen abwenden und weiterfahren.
Am späten Abend wurde ein 43-jähriger Pole in einem Reisebus auf der Bundesstraße 54 kontrolliert. Der Bus war auf dem Weg von Gent nach Kopenhagen. Die Beamten prüften seinen polnischen Pass und entdeckten, dass die Staatsanwaltschaft Düsseldorf den Mann wegen Diebstahls suchte. Außerdem gab es weitere Ermittlungen wegen Diebstahls und weil er sich gegen Beamte gewehrt hatte. In diesem Fall konnte der Mann die fällige Geldstrafe von 1200 Euro nicht bezahlen. Die Bundespolizei brachte ihn deshalb in das Gefängnis nach Münster, wo er eine 15-tägige Haftstrafe absitzen muss.
Ob und inwieweit sich die Männer in den laufenden Ermittlungsverfahren noch strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung