Grenzkontrollen im Raum Kleve: Mehrere Gestellte
Die Bundespolizei war am Samstag, den 29. September 2026, in der Region rund um Kleve und Emmerich im Einsatz. Bei verschiedenen Kontrollen stießen die Beamten auf Männer, die landesweit gesucht wurden.
Alles begann am Samstagnachmittag auf der Bundesstraße 220 in Emmerich (Nordrhein-Westfalen). Dort kontrollierten die Beamten einen 25-jährigen Rumänen, der gerade aus den Niederlanden eingereist war. Bei der Überprüfung der Daten kam heraus: Die Staatsanwaltschaft Traunstein suchte ihn. Das Amtsgericht Rosenheim hatte ihn 2024 wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Mann zahlte die restlichen 1895,98 Euro sofort. Damit verhinderte er, dass er für 21 Tage ins Gefängnis musste.
Gegen 18:00 Uhr gab es einen weiteren Treffer auf der A3 am Rastplatz Kattenhorst. Ein 56-jähriger Franzose wurde kontrolliert. Gegen ihn lagen zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Offenburg vor. Auch er konnte weiterreisen, nachdem er eine Geldstrafe von 1524,87 Euro bezahlt hatte.
Später, gegen 22:30 Uhr, kontrollierte die Polizei am Rastplatz Knauheide auf der A3 die Fahrgäste eines Fernreisebusses. Dabei wurde ein 28-jähriger Pole entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main suchte ihn wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Das Amtsgericht Frankfurt hatte ihn zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Da der Mann das Geld nicht dabei hatte, nahmen ihn die Beamten fest und brachten ihn in die Diensträume der Bundespolizeiinspektion nach Kleve. Kurz bevor er ins Gefängnis in Kleve eingeliefert werden sollte, sprang ein Freund ein und bezahlte die 900 Euro.
In der Nacht zu Sonntag, gegen 01:20 Uhr, stoppte die Polizei auf der A3 einen 39-jährigen Rumänen. Die Staatsanwaltschaft Passau suchte ihn wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz. Er war vom Amtsgericht Passau zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Durch die Zahlung von 1200 Euro konnte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen abwenden.
Am Sonntagmittag, gegen 12:00 Uhr, kontrollierte die Polizei auf der A3 einen 46-jährigen Griechen. Gegen ihn lagen zwei Haftbefehle vor: einer wegen Betruges von der Staatsanwaltschaft Darmstadt und einer wegen eines nicht bezahlten Bußgeldes von der Staatsanwaltschaft Deggendorf. Der Mann zahlte die Gesamtsumme von 620 Euro sofort und durfte gehen.
Der letzte Vorfall ereignete sich gegen 13:30 Uhr auf der Bundesstraße 8 in Babberich (Nordrhein-Westfalen). Ein 41-jähriger Bulgare wurde kontrolliert. Die Staatsanwaltschaft Regensburg suchte ihn wegen Steuerhinterziehung. Auch er konnte durch die Zahlung von 309,50 Euro eine Gefängnisstrafe von 11 Tagen vermeiden.
Ob und inwieweit sich die Männer in weiteren Punkten strafbar gemacht haben, klärt nun die Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung